Berliner Kampagne zeigte bürokratische Wortketten, die nicht auf Plakate, Bänke oder LKWs passen – und schon gar nicht in die moderne Geschäftswelt.
Finoms Kampagne: UNESCO soll Bürokratendeutsch zur toten Sprache erklären

Im November 2025 sorgte Finom, die europäische digitale Finanzplattform für kleine und mittlere Unternehmen, mit einer groß angelegten Marketing-Kampagne für Aufsehen, die offiziell die UNESCO dazu aufforderte, Bürokratendeutsch als tote Sprache anzuerkennen. Die Initiative startete mit einer aufmerksamkeitsstarken Aktion in Berlins wichtigsten Geschäftsvierteln und erstreckte sich rund um das Bundesfinanzministerium und mehrere Finanzämter vom 12. bis 17. November.

Die Kampagne zeigte überdimensionale Installationen im gesamten Stadtgebiet und machte deutlich: Bürokratendeutsch passt einfach nirgends hin. Zu den auffälligsten Beispielen zählten:
- LKWs in der Nähe des Berliner Finanzministeriums
- neu installierte Bänke mit übergroßen Bürokratiebegriffen neben Finanzämtern
- eine kreative Übernahme der bekannten pinken Wasserrohre in der Berliner Innenstadt
- eine großflächige Projektion auf ein Gebäude im Stadtzentrum
- die Veröffentlichung des ersten Wörterbuchs des „Bürokratendeutsch“
Der deutsche Amtswortschatz liefert dabei echte Zungenbrecher wie Grundstückverkehrsgenehmigungs<wbr>zuständigkeitsübertragungsvero<wbr>rdnung oder Rindfleischetikettierungsüberw<wbr>achungsaufgabenübertragungsges<wbr>etz, allesamt Begriffe, die zwar unmöglich vollständig darstellbar sind, die diese Berliner Aktion aber unübersehbar machte.
Roman Bukh, Brand Director bei Finom, ist der Meinung, dass Unternehmerinnen und Unternehmer kein Wörterbuch brauchen sollten, um ihr Geschäft zu führen. Er erklärte, diese Begriffe stünden sinnbildlich für die bürokratische Komplexität, die Gründerinnen und Gründer von ihrem eigentlichen Tun abhalte. Mit der Kampagne habe man zeigen wollen, wie Finom dazu beitrage, Finanzprozesse für KMU zu vereinfachen und Bürokratendeutsch endgültig für tot zu erklären.

Roman Vydashenko, Creative Director der Kampagne, betonte, dass Sprachen normalerweise überleben würden, weil sie Kommunikation ermöglichten. Bürokratendeutsch habe jedoch überlebt, weil niemand eine Wahl gehabt habe. Die Sprache als „tot“ zu erklären, sei für das Team ein kulturelles Statement: Komplexität dürfe kein Preis für Unternehmertum sein.
Über 21.000 deutsche Unternehmer haben die Petition an die UNESCO bereits unterschrieben. Sie können sich ihnen unter finompetition.de anschließen.

Finom unterstützt über 200.000 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden bei Finanzmanagement, Zahlungen, Rechnungsstellung und Buchhaltung, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: das Wachstum ihres Unternehmens.












