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Girokonto wechseln: Strategien für den Übergang zu kostenfreien Kontomodellen

Immer mehr Deutsche wechseln ihr Girokonto, um hohe Kontoführungsgebühren zu vermeiden. Digitale Banken bieten oft kostenfreie Alternativen, während traditionelle Banken ihre Gebühren erhöhen. Ein Girokontovergleich kann helfen, versteckte Kosten zu entdecken und die besten Angebote zu finden.

Wenn das Girokonto mehr als 100 Euro kostet: Wie der Wechsel gelingt
Jakub Zerdzicki auf Pexels

Ein Girokonto ist für viele Bundesbürger in Deutschland von zentraler Bedeutung. Es fungiert als wichtige Plattform zur Durchführung von Zahlungen, etwa für Miete, Strom, Gas, Handyverträge und Abonnements. In den letzten Jahren haben jedoch viele Filialbanken Kontoführungsgebühren eingeführt, die häufig umgangen werden können.

Die jährlichen Kosten eines Girokontos können erheblich schwanken. Ein Blick in die Preisverzeichnisse zeigt, dass einige Banken summen im Bereich von mehreren Hundert Euro pro Jahr verlangen. So kostet das Komfort-Konto der Volksbank Köln Bonn für Personen ab 27 Jahren zum Beispiel 120 Euro jährlich. Bei der Dortmunder Sparkasse muss man für das Konto “Echt unser Bestes” für die gleiche Altersgruppe sogar 238,80 Euro pro Jahr zahlen. Auch große Banken wie die Commerzbank erheben Gebühren, die zwischen 58,80 Euro und 154,80 Euro liegen. Nach Aussage von Martin Faust, einem Experten für Bankbetriebslehre, waren die Banken in der Niedrigzinsphase gezwungen, ihre Kontoführungsgebühren zu erhöhen, um finanzielle Einbußen zu kompensieren.

Im Gegensatz dazu verzichten immer mehr Neobanken, wie C24 und Trade Republic, auf solche Gebühren. Diese digitalen Banken arbeiten hauptsächlich über mobile Apps und Online-Plattformen, was zu niedrigeren Betriebskosten führt und immer mehr Kunden dazu bewegt, ihre Bank zu wechseln. Eine Studie von Bitkom aus dem Jahr 2024 belegt, dass 58 Prozent der Deutschen bereits ihr Hauptkonto gewechselt haben, was einen bemerkenswerten Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren darstellt.

Die Rolle der Digitalisierung bei der Bankwahl

Die Entscheidung für eine Bank wird zunehmend durch digitale Dienstleistungen geprägt. Der Bitkom-Studie zufolge haben im Jahr 2024 mehr als 40 Prozent der Bankkunden keine Filiale besucht und nutzen ausschließlich Online-Banking. In diesem Zusammenhang verlieren Markenname und Filialnetz an Bedeutung. Stattdessen sind benutzerfreundliche Apps sowie Mobile-Payment-Funktionen für viele Kunden entscheidend.

Verbraucherschützer empfehlen, auch versteckte Gebühren im Auge zu behalten, wie etwa Kosten für Bankkarten oder Überweisungen. Vor einem Bankwechsel ist es ratsam, sich darüber zu informieren, wo man kostenlos Geld abheben und einzahlen kann. Ein Girokontovergleich, wie ihn Finanztip anbietet, kann dabei helfen, die besten Angebote zu identifizieren.

Der Kontowechselprozess und seine Herausforderungen

Bei einem Wechsel können Kunden auf die Unterstützung ihrer neuen Bank bauen. Das Zahlungskontengesetz verpflichtet Banken dazu, ihren Klienten beim Kontowechsel unter die Arme zu greifen. Der Kunde eröffnet ein neues Konto und ermächtigt die neue Bank dazu, die erforderlichen Daten von der alten Bank anzufordern. Diese hat dann fünf Geschäftstage Zeit, alle relevanten Informationen zu übermitteln, während die neue Bank ebenfalls fünf Tage benötigt, um alles vorzubereiten.

Es wird empfohlen, beide Konten für eine Übergangszeit parallel zu nutzen, um mögliche Verzögerungen zu vermeiden. Falls beim Wechsel finanzielle Nachteile auftreten, haften die Banken für fehlerhafte Datenübertragungen.

Martin Faust weist jedoch darauf hin, dass auch gebührenfreie Konten ihre Herausforderungen mit sich bringen können. Banken profitieren durch diese Konten von wertvollen Informationen über ihre Kunden, die sie für gezielte Angebote nutzen können. Viele Kunden schätzen zudem die Möglichkeit, sich bei Problemen persönlich in einer Filiale beraten zu lassen, auch wenn sie dies nicht regelmäßig in Anspruch nehmen.

Neueste Entwicklungen im Bereich Tagesgeld

In der aktuellen Marktsituation, in der viele Banken wieder höhere Tagesgeldzinsen anbieten, ist es für Sparer unerlässlich, die Angebote sorgfältig zu vergleichen. Neobanken wie Revolut und Chase haben kürzlich mit attraktiven Zinssätzen auf sich aufmerksam gemacht. Revolut bietet Neukunden 4,25 Prozent Zinsen an, während Chase mit einem Zinssatz von vier Prozent in Deutschland gestartet ist. Sparer sollten jedoch darauf achten, dass hohe Aktionszinsen häufig zeitlich begrenzt sind und die Bedingungen genau geprüft werden müssen.


Quellen: tagesschau, Die Zeit

Bildquelle: Jakub Zerdzicki auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS