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Herzgesundheit neu definiert: Entdecken Sie die 7 einfachen Schritte für ein langes Leben

Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich senken. Experten der US-amerikanischen Heart Association empfehlen sieben einfache Gewohnheiten, die nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn stärken.

Herzgesundheit neu definiert: Entdecken Sie die 7 einfachen Schritte für ein langes Leben
Andrea Piacquadio auf Pexels

Ein gesunder Lebensstil ist entscheidend für den Schutz des Herzens. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass die Einhaltung von sieben Empfehlungen der amerikanischen Herzgesellschaft nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn stärkt.

Um die Herzgesundheit zu fördern und ein langes Leben zu gewährleisten, empfehlen Experten aus den USA die sogenannten „Life’s Simple 7“, auf Deutsch die „Simplen Sieben“. Diese umfassen sieben Gewohnheiten oder Faktoren, die jeder umsetzen sollte, um seine Gesundheit zu verbessern.

Die „Simplen Sieben“: So bleibt Ihr Herz lange gesund

In Deutschland sterben jährlich über 300.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In den USA ist die Zahl mehr als dreimal so hoch. Aus diesem Grund haben die amerikanischen Herzexperten die sieben simplen Gewohnheiten veröffentlicht:

  • Hören Sie auf zu rauchen
  • Essen Sie gesünder
  • Seien Sie körperlich aktiv
  • Verlieren Sie Gewicht, wenn Sie übergewichtig sind
  • Behalten Sie Ihren Blutdruck im Blick
  • Kontrollieren und reduzieren Sie ggf. Ihre Cholesterin-Werte
  • Kontrollieren und reduzieren Sie ggf. Ihren Blutzucker

Die positiven Effekte dieser Maßnahmen sind erheblich. Bereits kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben:

  • Die Umsetzung von vier Maßnahmen kann das Risiko für Diabetes um 75 Prozent senken.
  • Wer fünf Maßnahmen befolgt, verringert sein Risiko für Herzkrankheiten um 50 Prozent.
  • Die Einhaltung von sechs Maßnahmen kann das Krebsrisiko um 51 Prozent reduzieren.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss auf das Gehirn

Zusätzlich zu den positiven Effekten auf das Herz haben Wissenschaftler in einer Studie festgestellt, dass diese Maßnahmen auch das Risiko für Alzheimer verringern können. Die Ergebnisse dieser Studie wurden 2025 in einem Fachjournal veröffentlicht.

Das Forschungsteam entdeckte einen Zusammenhang zwischen den „Simplen Sieben“ und einem Rückgang von Biomarkern, die mit neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung stehen. Studienautorin Anisa Dhana erklärte:

„Neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit sind eine erhebliche Belastung für die Betroffenen und deren Angehörige.“

Die Forscher wollten die Rolle der „Simplen Sieben“ im Prozess der Neurodegeneration untersuchen, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz gemeinsame Risikofaktoren aufweisen.

Reduzierung von Demenz-Biomarkern

Das Team analysierte Daten von über 1.000 Erwachsenen im Alter von 65 Jahren oder älter. Je nach Umsetzung der sieben Maßnahmen erhielten die Teilnehmer Punkte und wurden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1: 0 bis 6 Punkte
  • Gruppe 2: 7 bis 9 Punkte
  • Gruppe 3: 10 bis 14 Punkte

Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe mit den meisten Punkten eine signifikant niedrigere Konzentration des Biomarkers Neurofilament Light Chain (NfL) aufwies. Zudem stieg der Wert in dieser Gruppe mit zunehmendem Alter langsamer an. Dhana erklärte:

„NfL ist ein Protein, das in Nervenzellen vorkommt und einen Hinweis auf die Gesundheit des Gehirns gibt.“

Ein hoher NfL-Wert kann auf Nervenzellschäden hinweisen. Dhana fügte hinzu:

„Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig die Aufrechterhaltung einer guten kardiovaskulären Gesundheit ist, um das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen zu senken.“

Schlaf als weiterer wichtiger Faktor

Wissenschaftler haben in anderen Regelwerken einen weiteren Punkt hinzugefügt, der die „Simplen Sieben“ zu den „Life’s Essential 8“ erweitert: Sorgen Sie für ausreichend Schlaf. Dieser Aspekt wurde jedoch nicht im Rahmen der neuen Studie in Bezug auf das Alzheimer-Risiko untersucht.


Quellen: Focus

Bildquelle: Andrea Piacquadio auf Pexels

Ronny Winkler