Eine gesunde Lebensweise fördert nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn. Die amerikanische Heart Association empfiehlt sieben einfache Schritte, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich zu senken.
Herzgesundheit neu definiert: Entdecken Sie die 7 einfachen Schritte für ein langes Leben

Ein gesunder Lebensstil ist entscheidend für den Schutz des Herzens. Dies lässt sich durch die Umsetzung von sieben Maßnahmen erreichen, die von der amerikanischen Herzgesellschaft empfohlen werden. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass diese Gewohnheiten auch das Gehirn stärken.
Um das Herz zu schützen und die Gesundheit langfristig zu erhalten, empfehlen Experten aus den USA die sogenannten „Life’s Simple 7“, auf Deutsch „Die Simplen Sieben“. Diese umfassen sieben Gewohnheiten oder Faktoren, die jeder umsetzen sollte. Die Empfehlungen stammen von der amerikanischen Herzgesellschaft.
Die „Simplen Sieben“: So bleibt Ihr Herz lange gesund
In Deutschland sterben jährlich über 300.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In den USA ist die Zahl mehr als dreimal so hoch. Aus diesem Grund haben die amerikanischen Herzexperten die sieben simplen Gewohnheiten veröffentlicht, die wie folgt lauten:
- Hören Sie auf zu rauchen
- Essen Sie gesünder
- Seien Sie körperlich aktiv
- Verlieren Sie Gewicht, wenn Sie übergewichtig sind
- Behalten Sie Ihren Blutdruck im Blick
- Kontrollieren und reduzieren Sie ggf. Ihre Cholesterin-Werte
- Kontrollieren und reduzieren Sie ggf. Ihren Blutzucker
Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind erheblich. Laut Experten können bereits kleine Veränderungen große Effekte haben:
- Wer vier Maßnahmen umsetzt, senkt sein Diabetes-Risiko um 75 Prozent.
- Wer fünf Maßnahmen umsetzt, halbiert sein Risiko für Herzkrankheiten.
- Wer sechs Maßnahmen umsetzt, reduziert sein Krebsrisiko um 51 Prozent.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss auf das Gehirn
Zusätzlich zu den positiven Effekten auf das Herz zeigen neue Studien, dass diese Maßnahmen auch das Gehirn schützen können. Insbesondere wird vermutet, dass sie vor Alzheimer schützen. Diese Erkenntnisse wurden in einer Studie veröffentlicht, die 2025 im Fachblatt „Jama“ erschien.
Die Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen den „Simplen Sieben“ und einem Rückgang von Biomarkern, die mit neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung stehen. Studienautorin Anisa Dhana erklärte:
„Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und verwandte Demenzen sind die am stärksten behindernden Erkrankungen bei älteren Erwachsenen und stellen eine erhebliche Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen dar.“
Die Forscher wollten die Rolle der „Life’s Simple 7“ im Prozess der Neurodegeneration untersuchen, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz gemeinsame Risikofaktoren aufweisen.
Reduzierung von Demenz-Biomarkern
Das Team analysierte Daten von über 1.000 Erwachsenen im Alter von 65 Jahren oder älter aus dem Chicago Health and Aging Project. Je nach Umsetzung der sieben Maßnahmen erhielten die Teilnehmer Punkte und wurden in drei Gruppen eingeteilt:
- Gruppe 1: 0 bis 6 Punkte
- Gruppe 2: 7 bis 9 Punkte
- Gruppe 3: 10 bis 14 Punkte
Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Gruppe mit den meisten Punkten eine signifikant niedrigere Konzentration des Biomarkers Neurofilament Light Chain (NfL) aufwies. Zudem stieg der Wert in dieser Gruppe mit zunehmendem Alter deutlich langsamer an. Dhana erläuterte:
„NfL ist ein Protein, das in Nervenzellen vorkommt und dazu beiträgt, diese stark und gesund zu halten.“
Ein hoher NfL-Wert kann auf eine Schädigung der Nervenzellen hinweisen. Dhana fügte hinzu:
„Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig die Aufrechterhaltung einer guten kardiovaskulären Gesundheit durch das Management von Risikofaktoren ist, da dies dazu beitragen kann, das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer zu verringern.“
Schlaf nicht vergessen: „Life’s Essential 8“
Wissenschaftler haben in anderen Regelwerken einen weiteren Punkt ergänzt, der aus den „Life’s Simple Seven“ die „Life’s Essential 8“ macht: Sorgen Sie für ausreichend Schlaf. Dieser Punkt wurde jedoch nicht im Rahmen der neuen Studie in Bezug auf das Alzheimer-Risiko untersucht.








