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Herzgesundheit stärken: Mit diesen praktischen Verhaltensänderungen Herzinfarkte vermeiden

Kleine Verhaltensänderungen wie mehr Schlaf, zusätzliche Bewegung und eine höhere Gemüsezufuhr können das Risiko für Herzinfarkte deutlich senken. Eine neue Studie zeigt, dass bereits minimale Anpassungen einen großen Einfluss auf die Herzgesundheit haben.

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Studie belegt große Wirkung: Diese kleinen Verhaltensänderungen schützen vor Herzinfarkt
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Wer seine Herzgesundheit verbessern möchte, muss nicht gleich sein ganzes Leben umstellen. Bereits kleine, gezielte Veränderungen in den Bereichen Schlaf, Bewegung und Ernährung können signifikante Auswirkungen haben, wie eine aktuelle Studie zeigt. Eine ausgewogene Lebensweise könnte das Risiko für Herzprobleme sogar um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Zusätzliche elf Minuten Schlaf, ein paar Minuten mehr Bewegung und eine gesteigerte Gemüseaufnahme – was zunächst nach einfachen Alltagsanpassungen klingt, kann das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erheblich verringern. Dies legt eine neue Untersuchung nahe, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde.

Die Studie zeigt, dass bereits vergleichsweise geringe Veränderungen ausreichen: Im Durchschnitt können elf Minuten mehr Schlaf pro Nacht, etwa viereinhalb Minuten zusätzliche zügige Bewegung täglich und rund 50 Gramm mehr Gemüse das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa zehn Prozent senken.

„Wir zeigen, dass die Kombination kleiner Veränderungen in verschiedenen Lebensbereichen einen überraschend großen positiven Effekt auf die Herzgesundheit haben kann“,

erklärte Studienleiter Nicholas Koemel von der University of Sydney.

Gesunde Gewohnheiten kombinieren

Für die Untersuchung wertete das internationale Forschungsteam um Koemel Daten von über 53.000 Teilnehmern aus Großbritannien aus, die an der UK Biobank-Studie teilnahmen. Über einen Zeitraum von acht Jahren wurden mehr als 2000 schwere kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle registriert. Das Schlafverhalten und die Bewegung wurden unter anderem mithilfe von Smartwatches erfasst, während die Teilnehmenden ihre Ernährungsgewohnheiten selbst angaben.

Das Ergebnis zeigt, dass Personen, die mehrere gesunde Gewohnheiten miteinander kombinieren, besonders stark profitieren. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf von acht bis neun Stunden pro Nacht sowie mindestens 42 Minuten moderate bis intensive Bewegung täglich können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar um bis zu 57 Prozent senken.

Gesunde Routinen im Alltag verankern

Die Forschenden betonen, dass es nicht darum geht, das Leben radikal umzukrempeln.

„Das ist eine sehr ermutigende Nachricht, weil kleine kombinierte Veränderungen für die meisten Menschen eher umsetzbar und langfristig durchzuhalten sind als große Umstellungen in nur einem Bereich“,

so Koemel weiter.

Auch Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, sehen hierin einen wichtigen Ansatz. Viele Menschen streben danach, gesünder zu leben, scheitern jedoch oft an zu hohen Erwartungen.

„Ermutigend an dieser Studie ist, dass Veränderungen nicht groß sein müssen, um einen Unterschied zu machen“,

sagte Emily McGrath von der British Heart Foundation. Bereits kleine Anpassungen – wie mehr Bewegung, besserer Schlaf oder eine leicht verbesserte Ernährung – können gemeinsam einen spürbaren Effekt haben.

Langfristig möchten die Forschenden ihre Ergebnisse nutzen, um digitale Werkzeuge zu entwickeln, die Menschen bei der Umsetzung solcher Veränderungen unterstützen. Ziel ist es, gesunde Routinen im Alltag zu verankern, auch um typischen Hürden wie Zeitmangel oder fehlender Motivation entgegenzuwirken.

Die zentrale Botschaft der Studie ermutigt: Wer sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken möchte, muss nicht alles auf einmal ändern. Oft genügen bereits kleine Schritte, wenn sie konsequent umgesetzt werden.

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TS