Microsoft hat die Auslieferung eines aktuellen Windows-Updates für bestimmte Dell-Computer gestoppt. Nutzer berichten von Abstürzen und Überhitzungen, die durch einen inkompatiblen Intel-Treiber verursacht werden.
Microsoft stoppt vorübergehend Windows-Update für bestimmte Dell-PCs aufgrund von Überhitzungsproblemen

Windows-Updates verursachen Probleme bei Dell-Computern
Die jüngsten Updates von Windows, die im Juli veröffentlicht wurden, haben bei einigen Nutzern von Dell-Computern zu unerwarteten Überhitzungen und plötzlichen Abschaltungen geführt. Aus diesem Grund hat Microsoft die Verteilung eines bestimmten Updates für ausgewählte Dell-Modelle vorübergehend eingestellt, da auf diesen Geräten Störungen auftreten können.
Die Schwierigkeiten betreffen insbesondere Systeme, die mit den Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 ausgestattet sind und einen speziellen Intel-Treiber verwenden. Rechner, die mit Windows 10 oder Windows Server betrieben werden, sind nicht von diesen Problemen betroffen. Der kritische Treiber steuert, wie der Prozessor mit Strom und Wärme umgeht.
Betroffene Geräte identifizieren
Nutzer können im Geräte-Manager von Windows überprüfen, ob ihr Gerät betroffen ist. Ein gelbes Ausrufezeichen wird neben dem Eintrag „Intel Innovation Platform Framework Processor Participant“ angezeigt, wenn das Gerät betroffen ist.
Hintergründe der Schwierigkeiten
Die Probleme sind auf eine Inkompatibilität zwischen dem Intel-Treiber und einer neuen Windows-Schnittstelle für USB-C-Verbindungen zurückzuführen, die mit einem Vorschau-Update am 23. Juni eingeführt wurde. Da das reguläre Sicherheitsupdate im Juli die gleiche Änderung enthält, kann dieses Problem auch über das Update auf die Geräte übertragen werden.
Um die Situation zu entschärfen, hat Microsoft entschieden, das Juli-Update auf den betroffenen Dell-Computern vorerst nicht zu verteilen. Das Unternehmen arbeitet aktuell mit Dell an einer Lösung und plant, diese in den kommenden Tagen bereitzustellen. Eine endgültige Behebung der Probleme steht jedoch noch aus.
Auswirkungen auf die Nutzer
Betroffene Nutzer werden vorerst nicht das Juli-Update erhalten, was bedeutet, dass sie auf die enthaltenen Sicherheitsupdates verzichten müssen. Microsoft empfiehlt, das Update nicht manuell über den Update-Katalog zu installieren, um eine Umgehung der Sperre und die potenzielle Wiederholung der Probleme zu vermeiden.
Wenn das gelbe Ausrufezeichen im Geräte-Manager angezeigt wird und eines der genannten Updates installiert ist, könnte ein Konflikt mit dem Treiber für die Abstürze oder Überhitzungsprobleme verantwortlich sein. Nutzer, die das Vorschau-Update bereits installiert haben und auf Schwierigkeiten stoßen, können es über die Windows-Einstellungen unter „Windows Update“ und „Updateverlauf“ deinstallieren, bis eine Lösung bereitgestellt wird.
Quellen: t-online, chip








