Der Ramadan 2026 beginnt voraussichtlich im Februar und ist für Millionen Muslime weltweit eine Zeit des Fastens, der Besinnung und der Gemeinschaft. Welche Regeln gelten im Fastenmonat – und wie wird er in Deutschland begangen?
Ramadan 2026: Bedeutung, Regeln und Traditionen des Fastenmonats

Der Ramadan ist der wichtigste religiöse Monat im Islam. Im Jahr 2026 beginnt er voraussichtlich Mitte Februar und endet etwa einen Monat später mit dem Fest des Fastenbrechens, dem Eid al-Fitr. Da sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet, verschiebt sich der Beginn des Ramadans jedes Jahr um rund zehn bis elf Tage nach vorne. Der genaue Start wird traditionell durch die Sichtung der Neumondsichel bestimmt.
Warum Muslime im Ramadan fasten
Der Ramadan erinnert an die Offenbarung des Korans an den Propheten Mohammed. Für gläubige Musliminnen und Muslime ist er eine Zeit der spirituellen Besinnung, der Selbstdisziplin und der Solidarität mit Bedürftigen. Das Fasten zählt zu den fünf Säulen des Islam und ist damit eine religiöse Pflicht für erwachsene Gläubige.
Während des Ramadans verzichten Muslime täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und sexuelle Beziehungen. Ziel ist es nicht nur der körperliche Verzicht, sondern vor allem die innere Reinigung und die Stärkung des Glaubens.
Tagesablauf im Fastenmonat
Der Fastentag beginnt vor Sonnenaufgang mit einer Mahlzeit, dem Suhoor. Nach Sonnenuntergang wird das Fasten mit dem Iftar gebrochen, traditionell mit Datteln und Wasser. Danach folgen häufig gemeinschaftliche Gebete in der Moschee, darunter das besondere Tarawih-Gebet, das nur im Ramadan verrichtet wird.
Neben dem Fasten spielen auch Wohltätigkeit und soziale Verantwortung eine große Rolle. Viele Gläubige spenden in dieser Zeit verstärkt, etwa durch die Pflichtabgabe Zakat al-Fitr, die Bedürftigen zugutekommt.
Ausnahmen vom Fasten
Nicht alle Muslime sind zum Fasten verpflichtet. Ausgenommen sind unter anderem Kinder vor der Pubertät, Schwangere, Stillende, chronisch Kranke, Reisende oder ältere Menschen, denen das Fasten gesundheitlich schaden könnte. Versäumte Fastentage können später nachgeholt oder durch eine Ersatzleistung – etwa die Speisung Bedürftiger – ausgeglichen werden.
Ramadan in Deutschland
In Deutschland leben mehrere Millionen Muslime, für die der Ramadan eine zentrale Rolle spielt. Viele Arbeitgeber und Schulen zeigen Verständnis für die besondere Situation während des Fastenmonats, etwa durch flexible Arbeitszeiten oder Rücksicht auf Konzentrationsphasen. Gleichzeitig ist der Ramadan zunehmend sichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens – etwa durch öffentliche Iftar-Veranstaltungen oder Informationsangebote in Städten.
Abschluss mit dem Fest des Fastenbrechens
Der Ramadan endet mit dem mehrtägigen Eid al-Fitr, im Deutschen oft als „Zuckerfest“ bezeichnet. Familien kommen zusammen, besuchen Verwandte, beschenken Kinder und feiern das Ende des Fastenmonats. Das Fest ist neben dem Opferfest eines der höchsten Feiertage im Islam.
Der Ramadan ist weit mehr als eine Zeit des Verzichts. Er verbindet religiöse Praxis mit Gemeinschaft, Nächstenliebe und innerer Einkehr. Auch 2026 werden Millionen Gläubige weltweit den Fastenmonat begehen – in Moscheen, im Familienkreis und zunehmend auch sichtbar im öffentlichen Raum.








