Wenn die Spülmaschine nicht mehr sauber wäscht, können einfache Ursachen wie falsches Einräumen oder Wasserhärte dahinterstecken. Mit praktischen Tipps und Tricks verbessern Sie die Reinigungsleistung und beseitigen unangenehme Gerüche.
Spülmaschine wäscht nicht mehr sauber: Diese Tipps helfen

Spülmaschine reinigt nicht mehr richtig: Nützliche Tipps zur Abhilfe
Wenn die Spülmaschine nicht mehr die gewünschten Ergebnisse liefert, ist das nicht immer ein Grund für einen Technikerbesuch. Oft sind es einfache Ursachen, die hinter dem Problem stecken.
Die meisten Menschen möchten ihre Spülmaschine nicht mehr missen. Sie sorgt dafür, dass benutztes Geschirr mühelos gereinigt wird und verbraucht in vielen Fällen weniger Wasser als die manuelle Reinigung. Dennoch kommt es vor, dass hartnäckige Essensreste nach dem Spülgang zurückbleiben. Hier sind einige Tipps, wie Sie sicherstellen können, dass Ihre Spülmaschine effektiv reinigt und unangenehme Gerüche beseitigt werden.
Ursachen für unzureichende Reinigung
Wenn nach dem Spülgang noch Speisereste oder Schmutz am Geschirr oder im Inneren der Maschine verbleiben, kann dies an der Wasserhärte liegen. Bei sehr kalkhaltigem Wasser, das über 21 Grad deutscher Härte liegt, kann der im Multifunktionstab enthaltene Wasserenthärter möglicherweise nicht ausreichen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, zusätzlich Regeneriersalz in den Wasserbehälter zu geben. Auch die Verwendung von Klarspüler kann die Reinigungsergebnisse verbessern.
Richtiges Einräumen für optimale Ergebnisse
Der Grundstein für sauberes Geschirr wird bereits beim Einräumen gelegt. Empfindliche Teile sollten im oberen Korb platziert werden, während stark verschmutztes Geschirr nach unten gehört. Es ist wichtig, dass das Wasser alle Bereiche erreichen kann. Daher sollte die Maschine nicht überladen werden, und stark verschmutzte Teile sollten so ausgerichtet werden, dass sie dem Wasserstrahl zugewandt sind. Eine Vorreinigung unter fließendem Wasser kann ebenfalls hilfreich sein. Ein wenig Unordnung in der Maschine kann sogar zu besseren Ergebnissen führen, da das Wasser so besser in alle Ecken und Zwischenräume gelangen kann.
Temperatur und Dosierung beachten
Eine zu geringe Dosierung des Spülmittels oder eine zu niedrige Spültemperatur, wie sie in Spar- oder Ökoprogrammen eingestellt ist, kann ebenfalls zu unzureichenden Reinigungsergebnissen führen. Wenn das Öko-Programm häufig verwendet wird, raten Experten dazu, die Maschine einmal im Monat mit einer höheren Temperatur von 60 Grad laufen zu lassen, um Ablagerungen zu vermeiden und unangenehme Gerüche zu reduzieren, die durch Bakterien und Keime entstehen können.
Regelmäßige Reinigung der Maschine
Um Gerüche zu vermeiden, die durch Rückstände im Filter oder an Dichtungen entstehen können, sollten diese Stellen regelmäßig mit einem Lappen und einem geeigneten Reinigungsmittel gereinigt werden. Wenn unangenehme Gerüche weiterhin bestehen, könnte der Abwasserschlauch geknickt sein, was dazu führt, dass sich zu viel Restwasser staut und ein Nährboden für Keime entsteht.
Falls die Maschine längere Zeit nicht genutzt wird, verschwinden die Gerüche in der Regel beim nächsten Spülen. Bei längeren Standzeiten empfiehlt es sich, das Programm „Vorspülen“ zu wählen und ein Spülmaschinen-Deo zu verwenden.
Probleme mit Fertiggerichten
Besonders hartnäckige Ablagerungen können durch Reste von Fertiggerichten entstehen, die oft gehärtete Fette mit hohem Schmelzpunkt enthalten. Diese Fette lagern sich im Maschinenraum an Kunststoffteilen ab und lösen sich häufig nur bei höheren Spültemperaturen und einer höheren Dosierung des Spülmittels. In solchen Fällen sollte das Eco-Programm vermieden und stattdessen ein Hygieneprogramm gewählt werden, das gegebenenfalls auch ohne Geschirr durchgeführt werden kann.
Gläser richtig reinigen
Gläser sind häufig nicht vollständig sauber, wenn sie aus der Maschine kommen. Nach mehreren Spülgängen können sie milchig oder matt erscheinen. Diese Trübungen entstehen oft durch Salz oder Kalk. Um das Problem zu beheben, sollte das Salzfach überprüft und die richtige Dosierung sichergestellt werden.
Glaskorrosion vermeiden
Kalkablagerungen entstehen durch zu hartes Wasser. Überprüfen Sie, ob die Enthärtungsanlage in der Spülmaschine korrekt eingestellt ist. Die Bedienungsanleitung Ihrer Maschine gibt Ihnen Auskunft darüber, wie Sie die Einstellungen anpassen können. Zitronensäure kann ebenfalls gegen Kalkflecken helfen. Eine Glaskorrosion, die durch häufiges Spülen bei hohen Temperaturen und die Verwendung von weichem Wasser entsteht, lässt sich jedoch nicht beheben. Um diesem Phänomen vorzubeugen, sollte die Spültemperatur möglichst niedrig gehalten werden. Zudem kann ein Geschirrspülmittel mit speziellem Glasschutz hilfreich sein. Sehr empfindliche Gläser, wie Erbstücke, sollten besser von Hand gewaschen werden.
Tabs oder Pulver: Was ist besser?
Ob Tabs oder Pulver effektiver sind, ist nicht eindeutig geklärt. Pulver hat den Vorteil, dass es individuell dosiert werden kann. Allerdings muss auf die richtige Lagerung geachtet werden, da zu hohe Luftfeuchtigkeit das Spülmaschinenpulver verklumpen lässt. Tabs hingegen sind einfach zu handhaben und enthalten meist mehrere Bestandteile wie Reinigung, Klarspüler und Trocknung. Bei einer nur halb gefüllten Maschine oder weniger starken Verschmutzungen können Tabs jedoch zu viele Zusätze und Chemikalien enthalten.
Flugrost vermeiden
Wenn nach dem Spülgang Rost auf dem Besteck sichtbar ist, handelt es sich möglicherweise um Flugrost. Dieser entsteht, wenn sich ein rostender Gegenstand in der Spülmaschine befindet. Die rostigen Partikel verteilen sich während des Spülvorgangs und setzen sich auf anderen Gegenständen ab. Bei Flugrost sollten nicht nur die gespülten Teile, sondern auch Einzelteile wie Sieb und Besteckkorb auf Rost überprüft werden.
Geräusche während des Spülvorgangs
Wenn die Spülmaschine während des Waschgangs Geräusche macht, kann das beunruhigend sein. Oft liegt es daran, dass das Geschirr unterschiedlich eingeräumt wird und locker sitzende Gegenstände klappern. Zudem tritt das Wasser nicht immer gleichmäßig aus allen Sprüharmen und Düsen aus, was ebenfalls zu Geräuschen führen kann. Während des Waschgangs kann es auch zu Druckänderungen im Wasserfluss kommen, die Geräusche verursachen.








