Sanfte Bewegungen statt Medikamente? Eine neue Auswertung wissenschaftlicher Studien zeigt, dass traditionelle fernöstliche Übungen wie Tai Chi oder Qigong den Blutdruck deutlich und dauerhaft senken können.
Uralte Übungen wirken: Diese Methode senkt Bluthochdruck nachhaltig

Bluthochdruck gilt als eine der häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Millionen Menschen sind betroffen. Neben Medikamenten empfehlen Ärzte seit Langem Bewegung und Stressabbau. Eine aktuelle Analyse mehrerer Studien kommt nun zu dem Ergebnis, dass bestimmte traditionelle Bewegungsformen besonders wirksam sein können.
Tai Chi und Qigong im Fokus
Untersucht wurden sogenannte „meditative Bewegungssysteme“ wie Tai Chi und Qigong. Diese jahrhundertealten Übungsformen kombinieren langsame, fließende Bewegungen mit bewusster Atmung und mentaler Konzentration.
Die Auswertung zeigt, dass regelmäßiges Training den systolischen und diastolischen Blutdruck messbar senken kann. Die Effekte waren vergleichbar mit denen klassischer moderater Ausdauerbewegung.
Wirkung über längere Zeiträume
Besonders auffällig: Die positiven Effekte hielten auch über längere Zeiträume an. Teilnehmer, die die Übungen kontinuierlich praktizierten, profitierten nachhaltig. Neben der Blutdrucksenkung wurden auch Verbesserungen bei Stresswerten und allgemeinem Wohlbefinden festgestellt.
Die Übungen gelten als gelenkschonend und sind auch für ältere oder weniger trainierte Personen geeignet.
Ergänzung zur klassischen Therapie
Mediziner betonen, dass solche Bewegungsformen eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Therapie darstellen können. Sie ersetzen jedoch keine ärztlich verordnete Behandlung.
Bluthochdruck erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher gilt jede wirksame Maßnahme zur Senkung der Werte als bedeutender Beitrag zur Prävention.
Die Studienlage zeigt: Uralte Übungen aus Fernost können moderne Gesundheitsprobleme positiv beeinflussen – vorausgesetzt, sie werden regelmäßig praktiziert.








