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Was macht den neuen leuchtend orangen Frosch so besonders?

„Die Entdeckung eines neuen Minifrosches könnte weitreichende Folgen für den Artenschutz haben“,

Was macht den neuen leuchtend orangen Frosch so besonders?

„Die Entdeckung eines neuen Minifrosches könnte weitreichende Folgen für den Artenschutz haben“,

Neuer Minifrosch im Fokus der Wissenschaft

Forschende haben einen besonders kleinen Frosch entdeckt, dessen Größe weniger als 14 Millimeter beträgt. Dieser Minikürbis-Frosch lebt in der Laubstreu, vorwiegend in bergigen Regionen. Die Entdeckung wurde im Fachjournal „PLOS One“ veröffentlicht. Die Namensgebung nach dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva unterstreicht die regionale Bedeutung des Fundes.

Kleinste Landwirbeltiere mit bunten Farben

Die Gattung der Brachycephalus-Frösche ist bekannt für ihre leuchtenden Farben und zählt zu den kleinsten Landwirbeltieren weltweit. Insgesamt sind bislang 42 Arten identifiziert worden, von denen 35 seit dem Jahr 2000 beschrieben wurden. Viele dieser Frösche sind endemisch, was bedeutet, dass sie nur in speziellen geografischen Gebieten vorkommen – oft sogar nur auf wenigen benachbarten Berggipfeln. Aufgrund ihrer beschränkten und häufig fragmentierten Lebensräume gelten diese Arten als gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Gefährdung durch Landnutzungsdruck und Klimawandel

Die neu entdeckte Art wurde im Gebirgszug Serra do Quiriri im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gefunden, einer Region, die schwer zugänglich ist und deren Wälder, nach Angaben der Forscher, eine hohe Artenvielfalt aufweisen. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die verbleibenden Waldflächen durch Landnutzungsdruck sowie den Klimawandel zunehmend gefährdet sind. Diese Entdeckung könnte deshalb eine zentrale Rolle in den Diskussionen über geeignete Schutzmaßnahmen für die Region spielen.

Bildquelle: Abegg A, Santos F, Ortiz F, Condez T via Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Ronny Winkler