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Wie viele Deutsche unbewusst einem hohen Schlaganfallrisiko ausgesetzt sind

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass viele Deutsche unentdeckte Risikofaktoren für Schlaganfälle haben. Alarmierend ist, dass 46 Prozent der Teilnehmer erhöhte Blutdruckwerte aufwiesen, von denen ein großer Teil nichts wusste.

Unentdeckte Risiken für Schlaganfälle bei vielen Deutschen
KI-generiert

Ein Schlaganfall kann lebensbedrohliche Folgen haben. Besonders gefährlich ist, dass viele Risikofaktoren lange unentdeckt bleiben und oft erst dann sichtbar werden, wenn es zu spät ist.

Obwohl sich viele Menschen gesund fühlen, zeigen ihre Gesundheitswerte oft ein anderes Bild. Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat ergeben, wie verbreitet unerkannte Risiken für einen Schlaganfall in der Bevölkerung sind.

Für die Analyse wurde der Gesundheitszustand von über 2.400 Erwerbstätigen in Deutschland untersucht, die im Jahr 2025 an einem Risikocheck teilnahmen.

Besorgniserregende Gesundheitswerte

Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 47 Jahre, was bedeutet, dass viele sich in einer aktiven Phase ihres Berufslebens befinden. Umso alarmierender sind die Ergebnisse: Zahlreiche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen blieben bis zur Untersuchung unentdeckt. So hatten 46 Prozent der Teilnehmer erhöhte oder sogar kritische Blutdruckwerte. Besonders bedenklich ist, dass 23 Prozent der Betroffenen sich dessen nicht bewusst waren und keine Behandlung in Anspruch nahmen.

Wichtige Informationen zu Blutdruck

Der Blutdruck beschreibt den Druck, mit dem das Blut durch die Gefäße fließt. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann die Gefäße schädigen und das Risiko für einen Schlaganfall erheblich steigern.

Zusätzlich lagen die Blutfettwerte bei vielen Teilnehmern über dem Normalbereich. 38 Prozent wiesen erhöhte Cholesterinwerte auf, während 17 Prozent bereits kritische Werte hatten. Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff im Blut, der sich bei zu hohen Werten in den Gefäßen ablagern kann.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Körpergewicht: 66 Prozent der Teilnehmer lagen außerhalb des Normbereichs. Zudem wurden mehrere Personen mit Diabetes identifiziert, einer Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzucker dauerhaft erhöht ist.

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Unentdeckte Gefahren

Die Gesundheitswissenschaftlerin Antonia Valentin von der Deutschen Schlaganfall-Hilfe äußert sich besorgt über die Ergebnisse: „Die Resultate sind alarmierend. Viele Risikofaktoren verursachen zunächst keine Beschwerden. Blutdruck tut nicht weh“, erklärt sie. Dies macht die Situation besonders gefährlich.

Ohne regelmäßige Kontrollen bleiben erhöhte Werte oft über Jahre hinweg unentdeckt. Mit steigendem Alter erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie den Schlaganfall erheblich. Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Durchblutung im Gehirn gestört ist und Nervenzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Umfrage zur Risikowahrnehmung

Eine Umfrage zeigt, dass viele Menschen sich ihrer persönlichen Risiken nicht bewusst sind. Die Antworten der Teilnehmer verdeutlichen, dass:

  • 0,0% regelmäßig ärztliche Kontrollen ihrer Werte durchführen.
  • 0,0% darauf achten, aber nicht alle Werte genau kennen.
  • 0,0% sich bisher kaum mit dem Thema beschäftigt haben.
  • 0,0% darüber noch nie nachgedacht haben.

Prävention ist entscheidend

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ist der Meinung, dass ein Großteil der Schlaganfälle verhindert werden könnte, wenn Risikofaktoren frühzeitig erkannt und behandelt werden. Zu diesen Faktoren zählen neben Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten auch Übergewicht und Diabetes. Die Stiftung fordert daher mehr Präventionsmaßnahmen, insbesondere am Arbeitsplatz. Regelmäßige Gesundheitschecks könnten helfen, gefährliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Zudem könnte die Familiengeschichte entschlüsseln, um weitere gesundheitliche Risiken zu identifizieren.

Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine ärztliche Beratung und sollten nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

Ronny Winkler