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Historischer Rekord: Bayer Leverkusen weiter unbesiegt

Die Werkself baut ihre Super-Serie aus und kann schon am nächsten Wochenende als Champion feststehen. Union Berlin verpasst wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Florian Wirtz (M) traf beim nächsten Sieg von Bayer Leverkusen vom Punkt.
Foto: Britta Pedersen/dpa

Die unbezwingbaren Spieler von Bayer Leverkusen haben ihre beeindruckende Serie fortgesetzt und auf dem Weg zum ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte einen weiteren wichtigen Schritt gemacht.

Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso blieb auch im 41. Pflichtspiel der Saison ohne Niederlage und gewann mit 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Union Berlin. Bei noch sechs ausstehenden Spieltagen ist Leverkusens Vorsprung nahezu uneinholbar für den abgehängten Verfolger FC Bayern, der in Heidenheim 2:3 verlor. Schon am nächsten Wochenende kann sich Bayer als Champion feststehen.

Vor 22.012 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei erzielte Florian Wirtz (45. Minute + 8/Handelfmeter) das Tor für die Mannschaft vom Rhein, die nach einem Platzverweis für Unions Robin Gosens (45.+3) lange in Überzahl spielte. Union verpasste einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt, besitzt aber weiter ein kleines Polster auf die Abstiegsränge.

Mit dem Sieg in Köpenick hat die Werkself auch einen Bundesliga-Rekord eingestellt, denn bisher hat noch kein Team in einer Saison mehr als 28 aufeinanderfolgende Spiele ungeschlagen überstanden. Diese Serie haben bisher die Bayern 2013/14 unter Trainer Pep Guardiola und der BVB 2011/12 unter Jürgen Klopp erreicht.

Wilde Nachspielzeit

Die Werkself zeigte zwar keine meisterhafte Leistung, beherrschte jedoch das Spiel und drängte Union tief in die eigene Hälfte. Egal, ob es Alejandro Grimaldo mit einem direkten Freistoß oder Borja Iglesias mit dem Kopf versuchte: Unions Torhüter Frederik Rönnow war zunächst zur Stelle. Beim nächsten Flachschuss von Grimaldo (28.) hätte der Däne keine Chance gehabt, aber der Mittelfeldspieler setzte den Ball neben den Pfosten.

Die Gastgeber hatten kaum Zeit zum Durchatmen, waren jedoch wie erwartet ein unangenehmer Gegner, der selbstbewusst in die Zweikämpfe ging und defensiv kompakt stand. Einzig das Offensivspiel funktionierte erneut kaum. Die erste und einzige Chance in der ersten Halbzeit hatte Gosens (36.) nach einer Ecke.

Vor dem Ende der ersten Halbzeit ereigneten sich dann viele Dinge. Zuerst sah Gosens nach seinem zweiten Foulspiel die Gelb-Rote-Karte. Dann landete der Ball nach einem wilden Durcheinander im Tor der Berliner. Schiedsrichter Benjamin Brand entschied zunächst auf Abseits – und nach einem Blick auf den Bildschirm auf Handelfmeter. Union-Kapitän Christopher Trimmel hatte einen Schuss im Strafraum mit dem Arm abgefälscht. Wirtz verwandelte sicher, Trimmel erhielt keine Karte für sein Vergehen.

Union gibt nicht auf

Trotz der Verschiebung der Kräfteverhältnisse setzten die dezimierten Unioner nun mehr offensive Akzente als vor der Pause. Die Angriffe waren jedoch nicht wirklich gefährlich. Der Außenspieler Josip Juranovic wurde zwar mehrmals mit langen Bällen nach vorne geschickt, aber es fehlte ihm an einer Anspielstation.

Die Partie blieb spannend, weil den Gästen vor dem Tor Genauigkeit und Konsequenz fehlten und Union die Räume schloss. Außerdem hatte Rönnow im Berliner Tor erneut einen starken Tag. Die Bemühungen der Berliner wurden am Ende nicht belohnt. Die Hausherren müssen erneut im Abstiegskampf zittern. In Leverkusen können die Vorbereitungen für die Meisterparty beginnen.

dpa