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Historischer Sieg: VfL Wolfsburg holt zehnten DFB-Pokal in Serie

Der VfL gewann 2:0 gegen Bayern München, ließ Double-Traum platzen und dominierte das Finale mit überzeugender Leistung.

Das frühe 1:0 durch Jule Brand brachte den VfL Wolfsburg auf die Siegerstraße.
Foto: Fabian Strauch/dpa

Der VfL Wolfsburg behält seine Dominanz im DFB-Pokal der Frauen bei. Dank einer überzeugenden ersten Hälfte gewann der Verein zum zehnten Mal in Folge den Pokal und vereitelte gleichzeitig den Double-Traum des Meisters FC Bayern München.

Beim 2:0 (2:0) im ausverkauften Kölner Stadion mit 44.400 Zuschauern erzielten Jule Brand (14. Minute) und Dominique Janssen (40.) die Tore für den VfL, der sein 50. Spiel in Folge in seinem Lieblingswettbewerb gewann. Die Bayern-Fußballerinnen, die vorher leicht favorisiert waren, müssen weiterhin auf ihren zweiten Pokaltitel nach 2012 warten. Vor einer beeindruckenden Kulisse und in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie DFB-Präsident Bernd Neuendorf war am Ende alles wie seit 2015: Die Silbertrophäe geht nach Wolfsburg, obwohl VfL-Trainer Tommy Stroot mit dem Scheitern in der Champions-League-Qualifikation und dem verpassten Meistertitel eine schwierige Saison überstehen musste.

Bayern in Hälfte eins kaum präsent

Im Finale schob der VfL die größeren und kleineren Sorgen dieser Runde jedoch locker beiseite und wirkte frisch und forsch. Die Wolfsburgerinnen sorgten bereits in der Anfangsviertelstunde für den ersten Torschrei. Brand zog aus 17 Metern wuchtig ab, der Ball setzte kurz vor Bayerns Torhüterin Mala Grohs auf, die ins Leere griff und deshalb ziemlich unglücklich aussah.

Es lag nicht an der Torhüterin, dass der FC Bayern im Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt drei Elfmeter gehalten hatte und somit das Endspiel ermöglicht hatte. Trotzdem verlor der Meister das Pokalfinale gegen den VfL, wie schon 2018. Besonders in der ersten Halbzeit waren die Münchnerinnen nicht präsent. Das Spiel nach vorne wirkte zu träge und die Defensive der Wölfinnen bereitete oft Probleme.

Der Treffer von Janssens zum 2:0 nach einem Eckball von Ex-Nationalspielerin Svenja Huth war absolut verdient, da nur Wolfsburg gute Chancen hatte. Angeführt von der zukünftigen Münchnerin Lena Oberdorf spielte der VfL direkt und schnell nach vorne, fand viele Lücken, konnte sie aber nicht alle in Tore umwandeln. Auch Oberdorf selbst scheiterte zweimal an der gut parierenden Grohs.

Wolfsburg bringt Finalsieg ins Ziel

Bei den Münchnerinnen sorgte einzig Giulia Gwinn für einen Farbtupfer, als sie nach einer Einwurf-Entscheidung zugunsten der Wolfsburgerinnen den Ball wütend auf den Rasen knallte und dafür die Gelbe Karte kassierte. «Zieht den Bayern die Lederhosen aus», sangen die VfL-Fans kurz vor der Pause vergnügt.

Erst nach fast 60 Minuten sahen die Bayern-Fans die erste Topchance ihres Teams, als Lea Schüller nach Klara Bühls Eckball an der stark reagierenden Nationalteam-Kollegin Merle Frohms scheiterte. Auch Bühls anschließender Flachschuss wurde zur Ecke abgelenkt.

Trotz einer verbesserten Leistung im zweiten Durchgang fehlte es den Münchnerinnen auch in der Schlussphase an den Mitteln, um die nun defensiver aufgestellten Wolfsburgerinnen ernsthaft zu gefährden. Der VfL unternahm offensiv zwar kaum noch etwas, aber der insgesamt 50. Sieg in Serie im Cup-Wettbewerb geriet nicht mehr in Gefahr. Für den Rekordpokalsieger war es der elfte Titel insgesamt.

dpa