Bayer Leverkusen feierte den 22. Saisonsieg und vergrößerte den Vorsprung auf den FC Bayern München auf zehn Punkte.
Rekordjagd von Leverkusen geht weiter

Angeführt von dem erneut starken Nationalspieler Florian Wirtz hat Bayer Leverkusen einen weiteren Rekord aufgestellt und sich der Meisterschaft einen Schritt näher gebracht.
Die Werkself feierte mit dem 3:2 (2:1) beim SC Freiburg den 22. Saisonsieg – so viele Siege hatte Bayer in einer Spielzeit in der Fußball-Bundesliga zuvor noch nie erreicht. Der Vorsprung des Tabellenführers auf Verfolger FC Bayern München beträgt vor den verbleibenden acht Spieltagen weiterhin zehn Punkte. Die Freiburger laufen Gefahr, den Anschluss an die Europapokal-Plätze zu verlieren.
Wirtz brachte die Gäste bereits in der zweiten Minute in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ritsu Doan (10.) traf Adam Hlozek (40.) vor 34.700 Zuschauern erneut für Leverkusen. Patrik Schick, drei Tage zuvor schon umjubelter Matchwinner bei Bayers spektakulärem Last-Minute-Weiterkommen gegen Karabach Agdam in der Europa League, erhöhte sehenswert (53.). Yannik Keitel verkürzte noch mal für die Badener (79.).
Schick trifft nach der Pause
„Wirtz, 20 Jahre alt, war erneut einer der herausragenden Spieler im Team von Trainer Xabi Alonso und erzielte das erste Tor mit dem ersten Angriff. Der Offensivspieler platzierte einen Schlenzer gekonnt ins lange Eck.“
Die schnelle Anfangsphase war nicht der einzige Höhepunkt. Auch nach dem Ausgleich durch Doan, der den Ball gekonnt in die rechte untere Ecke schob, blieb das Spiel unterhaltsam. Bayer hatte zwar viel Ballbesitz, aber auch der SC Freiburg hatte seine Chancen durch Umschaltsituationen. Ein Schuss von Freiburgs Merlin Röhl, der ans Außennetz ging, ließ einige Fans schon jubeln (24.).
Der SC-Trainer Christian Streich, der angekündigt hatte, Anfang der Woche eine Entscheidung über seine Zukunft zu treffen, feuerte seine Mannschaft lautstark von der Seitenlinie aus an. In der 37. Minute verpassten sie jedoch einen vielversprechenden Konter. Fünf Minuten vor der Pause schlug Bayer erneut zu. Nach einer missglückten Rettungsaktion von Freiburgs Torhüter Noah Atubolu landete der Ball schließlich bei Hlozek – und er erzielte das 1:2.
Auch die zweite Halbzeit begann für die Leverkusener, die in dieser Saison weiterhin in 38 Pflichtspielen ungeschlagen sind, wunschgemäß. Jeremie Frimpong gab von der rechten Seite eine Flanke, die Mittelstürmer Schick mit dem feinen Fuß, aber auch etwas Glück, an den linken Innenpfosten spitzelte – von dort sprang die Kugel ins Netz.
Die Freiburger, die in nur einem der letzten acht Ligaspiele siegreich waren und bei West Ham United (0:5) aus der Europa League ausgeschieden waren, gaben nicht auf. Der eingewechselte Keitel erzielte im Nachsetzen ein Tor und sorgte für Spannung. Insgesamt gewann Bayer jedoch verdient.








