Gladbach kann sich nicht aus dem Abstiegskampf befreien. Die Borussia setzt in Sinsheim lange auf Konterfußball und gibt nie auf, geht am Ende aber leer aus.
3:4 bei Hoffenheim: Gladbach muss weiter zittern

Trotz der drei Tore von Robin Hack an seiner alten Wirkungsstätte muss Borussia Mönchengladbach weiterhin zittern. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane verlor nach einer nervenaufreibenden Schlussphase in der Fußball-Bundesliga mit 3:4 (1:1) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Nach dieser Niederlage liegt der Verein nur fünf Punkte vor dem Relegationsplatz mit dem FSV Mainz 05, der erst am Sonntag in Freiburg antritt und sich weiter nach vorne arbeiten kann.
Die Kraichgauer behielten ihre Chance auf eine Teilnahme am Europacup bei. Vor 26.078 Zuschauern in Sinsheim brachte der Niederländer Wout Weghorst (36. Minute) die TSG mit seinem siebten Saisontor in Führung. Der ehemalige Hoffenheimer Hack glich nur drei Minuten später aus (39.). Grischa Prömel erzielte das 2:1 mit einem Schuss in den Winkel (58.), bevor Ozan Kabak nachzog (66.). Hack verkürzte mit seinem siebten Tor in diesem Jahr auf 2:3 (78.), bevor der Borussia-Stürmer (90.) erneut ausglich und der eingewechselte Anton Stach in der Nachspielzeit (90.+1) den Siegtreffer bejubelte.
Die Gladbacher, die ohnehin personell geschwächt waren, mussten auch noch Stammkeeper Jonas Omlin (Oberschenkelbeschwerden) durch Moritz Nicolas ersetzen. Nach der 1:4-Niederlage in Mainz brachte TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo mit Umut Tohumcu und Robert Skov zwei Neue ins Mittelfeld, um Schwung zu bringen. Nach einer guten Viertelstunde konnte sich Borussia-Torhüter Nicolas erstmals bei einem Schlenzer von Pavel Kaderabek auszeichnen, ansonsten hatten die Gastgeber gegen die gut organisierten Gladbacher kaum Chancen.
Auch der Spielmacher Andrej Kramaric hatte anfangs Schwierigkeiten bei seinem Jubiläumsspiel: Der 32-jährige Kroate bestritt sein 250. Bundesliga-Spiel für die Kraichgauer. Nur Baumann (325) und Sebastian Rudy (295) haben mehr Spiele vorzuweisen.
Die Gladbacher konzentrierten sich hauptsächlich auf Konter und hatten beinahe Pech: Der EM-Kandidat und TSG-Torjäger Maximilian Beier köpfte nach 32 Minuten an den Pfosten. Nach einem Ballverlust von Rocco Reitz gegen Florian Grillitsch reagierte Kramaric dann blitzschnell und bediente Weghorst, der locker zur Führung einschob.
Der Jubel der Hoffenheimer war von kurzer Dauer. Auf der anderen Seite verteidigten Grillitsch und Grischa Prömel schlecht – und Hack nutzte den Steilpass von Alassane Plea zum 1:1. Somit warten die Hoffenheimer nun seit 25 Spielen auf eine Partie ohne Gegentreffer.
Torwart Nicolas rettete mit einer großartigen Leistung das Remis in die Pause gegen einen präzisen Kramaric-Schuss. Auch nach dem Seitenwechsel zeigte der 26-Jährige gegen den anstürmenden Gegner bei einer Doppelchance durch Weghorst und Kramaric sein Können.
Der Borussia-Keeper war machtlos gegen Prömels Schuss aus 20 Metern. Ebenso beeindruckend war die Szene, als Kabak vor dem Strafraum abzog und Nicolas erneut ins Leere flog. Mönchengladbach erzielte das 2:3 durch einen Kopfball von Hack, bevor in den turbulenten Schlussminuten beide Mannschaften noch einmal trafen.








