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Union Berlin sichert Last-Minute-Klassenerhalt in der Bundesliga

Die Köpenicker gewinnen gegen Freiburg dank Janik Haberer in der 90.+2 Minute und bleiben erstklassig. Freiburg landet auf Rang zehn der Tabelle.

Heißes Duell ohne Sieger: Berlins Brenden Aaronson (l) kämpft gegen Maximilian Eggestein von SC Freiburg um den Ball.
Foto: Andreas Gora/dpa

Der Champions-League-Teilnehmer Union Berlin hat sich am letzten Spieltag mit einem Sieg den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gesichert. Durch das Tor von Janik Haberer in der 90.+2. Minute gewannen die Köpenicker mit 2:1 gegen den SC Freiburg (0:0) und vermieden somit den Abstieg in die 2. Liga, ein Jahr nach der historischen Qualifikation für die Königsklasse.

Am Samstag profitierten die Köpenicker beim Last-Minute-Ligaverbleib vom Fehler des direkten Konkurrenten aus Bochum. Freiburg belegte den zehnten Platz in der Tabelle.

Nach null Siegen in der Königsklasse, zwei Trainerentlassungen und schwachen Leistungen im Bundesliga-Endspurt waren die Eisernen fünf Jahre nach dem Aufstieg fast am Tiefpunkt angelangt. Doch Benedict Hollerbach (68. Minute) und Janik Haberer verhinderten vor 22.011 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei den Komplett-Absturz. Ritsu Doan (85.) hatte den vorübergehenden Ausgleich für Freiburg erzielt. Zuvor hatten Josip Juranovic (38.) und Kevin Volland (90.+2) jeweils Elfmeter verschossen und die Berliner Hoffnungen auf den Klassenerhalt vorübergehend gedämpft.

Erst Hollerbach, dann ein später Haberer

Nach anfänglichen Schwierigkeiten übernahm Freiburg die Spielkontrolle, während sich Union auf das Kontern konzentrierte. „Maximilian Eggestein hätte die Gäste bereits nach zehn Minuten in Führung schießen können, scheiterte jedoch am Berliner Torhüter Frederik Rönnow. Erst im Laufe des Spiels erspielten sich die Köpenicker Chancen. Doch wie so oft fehlte es an Präzision und Konsequenz beim letzten Pass oder Abschluss.“

Als Juranovic den Elfmeter ausführte, schauten viele FCU-Fans zum Himmel. Aber der Fußball-Gott war nicht auf ihrer Seite – der Schuss des Kroaten war zu unplatziert. «Wir haben unser Glück in dieser Saison ein bisschen aufgebraucht», stellte Präsident Dirk Zingler in der Halbzeitpause bei Sky fest.

Vor dem Wiederanpfiff wurde der Halbzeit-Rückstand der Bochumer über die Stadion-Mikrofone bekannt gegeben, was die Eisernen nur kurzzeitig beflügelte. Union war zwar aktiver, aber die Mannschaft von Interimstrainer Marco Grote kam nicht zu einem klaren Abschluss. Freiburg konnte sich nicht wesentlich befreien. Allerdings ließ Union wieder nach, so dass das Spiel nun ausgeglichen war.

Hollerbach donnerte den Ball aus rund 20 Metern in den Winkel, doch Doan schockte die Berliner wenig später. Als alles nach dem Remis aussah, entschied der Schiedsrichter erneut auf Elfmeter. Diesmal trat Kevin Volland an – und vergab. Doch Haberer war mit einem Nachschuss zur Stelle und traf zum umjubelten Sieg.

dpa