Die FIFA führt für die WM 2026 acht neue Regeln ein, um das Spieltempo zu erhöhen und Zeitspiel zu reduzieren. Dazu gehören strengere Maßnahmen bei Roten Karten, neue Vorgaben für den Videoschiedsrichter und regelmäßige Trinkpausen.
Acht neue Fußball-Regeln, die die WM 2026 prägen werden

Neue Regelungen für die WM 2026 im Fußball
Aufgrund verschiedener Vorfälle hat die FIFA beschlossen, umfassende Regeländerungen für die kommende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zu implementieren. Diese neuen Vorgaben zielen darauf ab, das Spiel schneller und flüssiger zu gestalten, Zeitspiel zu minimieren und Unterbrechungen zu verringern. Gleichzeitig erhält der Videoschiedsrichter (VAR) erweiterte Befugnisse. Die Spieler des DFB, darunter auch Joshua Kimmich, werden sich in einem speziellen Workshop intensiv auf diese neuen Bestimmungen vorbereiten.
Neuigkeiten zu Roten Karten
Eine der zentralen Neuerungen betrifft die Handhabung von Roten Karten. In konfrontativen Situationen wird es bestraft, wenn ein Spieler seinen Mund mit der Hand oder dem Trikot verdeckt, um Lippenlesen zu verhindern. Diese Regelung bleibt bei freundschaftlichen Gesprächen zwischen den Mannschaftskameraden jedoch ohne Folgen. Die Einführung dieser Regel folgt einem Vorfall in der Champions League, bei dem ein Spieler angeblich rassistisch beleidigt wurde. Zukünftig wird ein solcher Spieler umgehend des Feldes verwiesen.
Regeländerungen im Falle von Protesten
Ein weiterer Vorfall, der zur Anpassung der Regeln führte, ereignete sich im Finale des Afrika-Cups, als ein Team aus Protest gegen die Entscheidungen des Schiedsrichters das Spielfeld verließ. Künftig wird auch in solchen Fällen eine Rote Karte verhängt, dies gilt ebenso für Teammitglieder, die Spieler dazu anregen, das Spielfeld zu verlassen.
Maßnahmen gegen Zeitspiel
Die neuen Regelungen beinhalten zudem spezifische Maßnahmen zur Bekämpfung von Zeitspiel. Bei Abschlägen oder Abwürfen des Torwarts kommt eine Fünf-Sekunden-Regel zur Anwendung. Der Schiedsrichter setzt einen sichtbaren Countdown in Gang. Sollte der Ball nicht innerhalb dieses Zeitrahmens das Spielfeld verlassen, wird das Spiel mit einem Eckball für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt. Bei Auswechslungen ist der Spieler, der das Feld verlässt, verpflichtet, dies innerhalb von zehn Sekunden zu tun. Andernfalls muss der Einwechselspieler bis zur nächsten Spielunterbrechung draußen bleiben, was für das Team eine kurzzeitige Unterzahl zur Folge hat.
Strengere Regelungen bei Verletzungspausen
Zusätzlich wird Zeitspiel im Zusammenhang mit Verletzungspausen strenger geahndet. Ein Spieler, der eine Behandlung benötigt, darf erst nach mindestens einer Minute wieder eingewechselt werden, was ebenfalls zur kurzzeitigen Unterzahl des Teams führen kann.
Anpassungen der VAR-Regeln
Die Bestimmungen für den Videoschiedsrichter wurden ebenfalls überarbeitet. Im Fall eines Platzverweises aufgrund einer Gelb-Rot-Karte kann nun die Richtigkeit der zweiten Gelben Karte überprüft werden, während die erste Karte davon unberührt bleibt. Sollte ein Spieler fälschlicherweise mit Gelb oder Rot bestraft werden, gibt es künftig eine Intervention, wenn ein Spieler der falschen Mannschaft betroffen ist. Zudem darf der VAR eingreifen, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft vor einem ruhenden Ball ein klares Foul begeht, das einen Verteidiger daran hindert zu verteidigen und zu einem Tor führt.
Trinkpausen während der WM-Partien
Im Rahmen der 104 Spiele der WM sind für jede Partie Trinkpausen vorgesehen. Unabhängig von den Wetterbedingungen wird es nach etwa 22 Minuten Spielzeit pro Halbzeit eine dreiminütige Pause geben. Diese Regelung könnte sich auf die Nachspielzeit auswirken, da in der letzten WM jede Unterbrechung für die Erhöhung der Nettospielzeit nachgespielt wurde. Beispielsweise erhielt das Spiel zwischen England und dem Iran 27 Minuten Nachspielzeit.
Schlussfolgerung
Die neuen Vorschriften der FIFA für die WM 2026 sind darauf ausgelegt, das Spiel dynamischer zu gestalten und zugleich auf gegenwärtige Herausforderungen im Fußball zu reagieren. Schiedsrichter und Spieler sind gefordert, sich auf diese Änderungen einzustellen, um einen reibungslosen Ablauf der Spiele zu gewährleisten.
Quellen: Bild, n-tv
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