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Deutsche Tennisprofis erfolgreich bei French Open

Altmaier und Marterer siegreich in Marathonmatches. Lys knapp geschlagen. Garcia trifft auf Kenin.

Daniel Altmaier durfte über einen Auftaktsieg jubeln.
Foto: Frank Molter/dpa

Der Tennisspieler Daniel Altmaier hat bei den French Open in einem Marathon-Match kurz vor 1 Uhr morgens erfolgreich die zweite Runde erreicht. Der 25-jährige Spieler aus Kempen freute sich nach 5:04 Stunden Spielzeit über einen hart erkämpften Sieg mit 7:5, 6:4, 6:7 (6:8), 5:7, 7:6 (10:6) gegen den Serben Laslo Djere.

Vor Altmaier hatte bereits Maximilian Marterer als erster deutscher Tennisprofi die nächste Runde erreicht. Der 28-Jährige gewann am Sonntag gegen den Australier Jordan Thompson überraschend klar mit 6:3, 6:2, 6:0. Marterer überstand damit erstmals seit 2018 wieder die Auftakthürde beim Grand-Slam-Turnier auf Sand. In der zweiten Runde trifft er auf den belgischen Qualifikanten Zizou Bergs.

«Anfangs war ich noch etwas nervös, bin aber immer besser reingekommen», sagte Marterer. Auch eine längere Regenpause beim Stand von 2:0 im dritten Satz brachte den Nürnberger nicht aus dem Konzept: «Ich habe versucht, nicht runterzukommen, sondern die Anspannung oben zu halten, dass man direkt wieder da ist, wenn es losgeht.»

Debütantin Lys verpasste knapp eine große Überraschung

Im Gegensatz dazu konnte am Sonntag keine deutsche Spielerin bei den Frauen gewinnen. Debütantin Eva Lys verpasste nur knapp eine große Überraschung. Die 22-Jährige unterlag auf dem Court Philippe Chatrier der an Nummer 21 gesetzten Französin Caroline Garcia nach einer starken Leistung mit 6:4, 5:7, 2:6.

Garcia wird in der zweiten Runde gegen Sofia Kenin antreten. Die ehemalige Australian-Open-Gewinnerin aus den USA besiegte die Metzingerin Laura Siegemund mit 4:6, 6:2, 6:2. Auch die Dortmunderin Jule Niemeier (6:0, 2:6, 4:6 gegen die Chinesin Xinyu Wang) und Tatjana Maria aus Bad Saulgau (2:6, 3:6 gegen die Dänin Clara Tauson) erlitten Erstrunden-Niederlagen.

Bei ihrem ersten Auftritt im größten Stadion von Roland Garros gegen die Lokalmatadorin Garcia zeigte Lys keinerlei Anzeichen von Nervosität. Die Weltranglisten-143., die sich über die Qualifikation erstmals für das Hauptfeld der French Open qualifiziert hatte, spielte mutig und profitierte zunächst von den Fehlern ihrer deutlich stärker eingeschätzten Gegnerin. Letztendlich setzte sich jedoch die größere Klasse von Garcia durch.

Lys hatte Anfang März eine rheumatische Autoimmunerkrankung öffentlich gemacht, bei ihr sei 2020 Spondyloarthritis diagnostiziert worden. «Dies ist eine körperliche Herausforderung, der ich mich tagtäglich neben der sportlichen Belastung stellen muss», erklärte sie. 

dpa