Nach einem harten Kampf scheidet Daniel Altmaier in vier Sätzen gegen Stefanos Tsitsipas aus, bleibt aber optimistisch für die Zukunft.
Altmaier unterliegt Tsitsipas bei den French Open

Vor dem Regen war Daniel Altmaier auf dem überdachten Court Suzanne Lenglen zwar geschützt, nicht aber vor dem stürmischen Spiel seines Gegners Stefanos Tsitsipas. «Es war ein ziemliches Gewitter», sagte der deutsche Tennisprofi über den Klassen-Unterschied zu Beginn seines Zweitrunden-Matches bei den French Open gegen den an Nummer neun gesetzten Griechen.
Altmaier fand zwar noch seinen Rhythmus wieder und konnte den Favoriten ein wenig ärgern, doch nach 2:43 Stunden stand sein Aus beim Grand-Slam-Turnier auf Sand in Paris durch ein 3:6, 2:6, 7:6 (7:2), 4:6 fest. «Ich bereue gar nichts», sagte der 25-jährige Altmaier hinterher: «Es war für mich eine gute Lektion.»
Im vergangenen Jahr gelang dem Profi aus Kempen in der zweiten Runde gegen den italienischen Tennisstar Jannik Sinner ebenfalls auf dem Court Suzanne Lenglen ein Überraschungscoup in fünf Sätzen. Diesmal schien es zu Beginn eher wie eine Lehrstunde auszusehen. Drei Tage nach seinem Fünf-Stunden-Match zum Auftakt gegen den Serben Laslo Djere fehlte es Altmaier zunächst fast an allem, um Tsitsipas zu gefährden. Der French-Open-Finalist von 2021 dominierte mit präzisen Grundschlägen und viel Spielwitz.
Altmaier ab dem dritten Satz besser im Spiel
Nach einer kurzen Unterbrechung kehrte Altmaier im dritten Satz wie ausgewechselt auf den Platz zurück, spielte mit mehr Druck und Risiko – und wurde mit dem Gewinn des Satzes im Tiebreak belohnt. Im vierten Satz spielte er auch auf Augenhöhe mit Tsitsipas, der nach einer kurzen Beziehungspause wieder mit der spanischen Tennisspielerin Paula Badosa zusammen ist.
Der Regen bereitete den Veranstaltern am Mittwoch erneut große Sorgen, wie bereits in den vergangenen Tagen. Die Matches auf den nicht überdachten Plätzen im Stade Roland Garros wurden frühzeitig unterbrochen und auch am Nachmittag noch nicht fortgesetzt. Die Zweitrundenspiele der deutschen Spieler Maximilian Marterer gegen den Belgier Zizou Bergs und Henri Squire gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime waren von der Verzögerung betroffen. Alle Doppelspiele, die am Mittwoch noch nicht begonnen hatten, wurden verschoben.
Zverev trifft am Donnerstag auf Goffin
Am Donnerstag schlägt auch Turnier-Mitfavorit Alexander Zverev wieder auf. Drei Tage nach seinem emotionalen Auftakterfolg gegen den spanischen Rekordchampion Rafael Nadal steht für den Hamburger ein deutlich weniger spektakuläres, aber nicht minder gefährliches Match an. Mit Zweitrunden-Gegner David Goffin habe er «im Laufe der Jahre meine Schwierigkeiten» gehabt, gab Zverev zu. Der Belgier sei «ein weiterer großartiger Spieler. Natürlich ganz anders als Rafa», sagte der Weltranglisten-Vierte, der quasi vor einem Neustart steht. Das Highlight gegen Nadal sei er «wie ein Finale» angegangen, «jetzt habe ich das Gefühl, ein neues Turnier fängt an».
Neben Zverev hat auch Jan-Lennard Struff realistische Chancen, die zweite Turnierwoche zu erreichen. Der 34-Jährige konnte bei seinem problemlosen Auftaktsieg am Dienstag gegen den argentinischen Qualifikanten Román Andrés Burruchaga Kräfte schonen, die er gegen seinen nächsten Gegner wohl auch brauchen wird: Der an Nummer 19 gesetzte Kasache Alexander Bublik sei ein «sehr spezieller Spieler», der sich zuletzt «unglaublich verbessert» habe, meinte Struff. Der Warsteiner betonte aber auch: «Ich weiß, dass ich mit meinem Spiel einigen Leuten gefährlich werden kann.»








