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Bangen um WM-Pechvogel Sané – Flick hofft auf Spanien-Option

Leroy Sané und WM, das scheint nicht zu passen. Nach seiner Ausbootung 2018 verpasst der schnelle Angreifer diesmal das Auftaktspiel gegen Japan – mindestens. Der Bundestrainer hofft auf Sonntag.

Deutschlands Leroy Sané auf dem Spielfeld.
Foto: Christian Charisius/dpa

Das rechte Knie von Leroy Sané macht Hansi Flick Kummer. Nach dem Ausfall des schnellen Bayern-Angreifers für das WM-Auftaktspiel der Fußball-Nationalmannschaft heute (14.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Japan hofft der Bundestrainer aber noch auf eine Heilung bis zum Gipfeltreffen in der Gruppe E am Sonntag gegen Spanien. 

«Es ist bitter, dass wir auf Leroy verzichten müssen. Er ist ein Unterschiedsspieler. Er kann ein Spiel alleine drehen», sagte Flick über den 26-Jährigen. An einer Rückkehr Sanés «arbeitet das ganze Team», betonte der DFB-Chefcoach. Für Sané setzt sich eine WM-Pechsträhne fort. Kurz vor dem Turnier 2018 hatte ihn der damalige Bundestrainer Joachim Löw überraschend aus dem Aufgebot für Russland gestrichen. 

Bei der EM 2016 hatte Sané im Alter von 20 Jahren sein Turnierdebüt gegeben, allerdings nur für zwölf Joker-Minuten beim Halbfinal-Aus gegen Frankreich (0:2). Ein Jahr später verzichtete Sané zum Unbill von Löw von sich aus auf die Teilnahme am Confederations Cup, um sich einer Operation an der Nase zu unterziehen. Dadurch verpasste er den Turniersieg einer jungen DFB-Mannschaft in St. Petersburg. 

Bei der EM 2021 kam Sané in allen vier Spielen bis zum Achtelfinal-Aus gegen England zum Einsatz, dreimal allerdings nur für einige Minuten. In der Startelf stand er nur im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn (2:2). 

Kurz vor WM kehrte Sané beim FC Bayern nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder ins Team zurück. Bei der Nationalmannschaft galt der 48-malige Nationalspieler (11 Tore) als Startoption ins Flicks Auswahl auf der offensiven linken Außenbahn. Sollte Sané doch länger ausfallen, kann der Bundestrainer nun keinen Spieler mehr nachnominieren. Diese Möglichkeit endete laut FIFA-Statuten 24 Stunden vor dem Anpfiff des Japan-Spiels am frühen Dienstagnachmittag.

dpa