Das WM-Aus gegen Paraguay sorgt für ein Erdbeben im deutschen Fußball – und Mario Basler hält sich im aktuellen Basler Ballert Podcast nicht im Geringsten zurück. Der Ex-Nationalspieler fordert den Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann, spricht der Nationalmannschaft die internationale Klasse ab und fordert einen kompletten Neustart beim DFB. Für Basler ist klar: So wie bisher kann und darf es nicht weitergehen.
Basler fordert Nagelsmann-Raus: „Wir sind gar nichts mehr!“

Basler rechnet nach dem WM-Aus gnadenlos mit dem DFB ab
Deutschland ist im Achtelfinale der Weltmeisterschaft an Paraguay gescheitert. Für Millionen Fans ist das eine riesige Enttäuschung – für Mario Basler dagegen die bittere Bestätigung dessen, wovor er seit Monaten warnt.
Im aktuellen Basler Ballert Podcast findet der ehemalige Nationalspieler so deutliche Worte wie lange nicht mehr. Bereits zu Beginn der Folge macht er klar, dass ihn das Ausscheiden zwar ärgert, aber keineswegs überrascht.
„Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir maximal das Viertelfinale erreichen können – wenn überhaupt. Jetzt sind wir schon vorher raus.“
Für Basler ist das WM-Aus kein Ausrutscher, sondern das Ergebnis einer Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet.
„Wir sind gar nichts mehr“
Besonders emotional wird Basler, als es um den aktuellen Stellenwert der deutschen Nationalmannschaft geht. Während viele Fans und Experten Deutschland noch immer zur Weltspitze zählen, sieht der Ex-Profi die Realität völlig anders.
„Wir sind gar nichts mehr. Wir sind null, nada. Vor uns hat doch überhaupt keiner mehr Angst.“
Für ihn lebt der deutsche Fußball noch immer von seinem alten Ruf. Auf dem Platz sei davon allerdings nichts mehr zu erkennen.
Basler erinnert daran, dass Deutschland inzwischen zum dritten Mal in Folge bereits vor dem Viertelfinale einer Weltmeisterschaft ausgeschieden ist. Für ihn sei das kein Zufall mehr, sondern ein klares Zeichen dafür, dass der DFB international den Anschluss verloren hat.
Basler fordert den Rücktritt von Julian Nagelsmann
Den größten Kritikpunkt richtet Basler an Bundestrainer Julian Nagelsmann. Nach seiner Meinung trägt der Nationaltrainer die Hauptverantwortung für das frühe Ausscheiden.
Schon die Vorbereitung auf das Turnier, die Kaderzusammenstellung und viele taktische Entscheidungen sieht Basler kritisch. Noch mehr ärgern ihn jedoch Nagelsmanns öffentliche Auftritte nach den Spielen.
„Ich kann mir Nagelsmann nach den Spielen nicht mehr anhören.“
Für Basler wirken viele Aussagen wie Ausreden. Statt Fehler klar anzusprechen, werde vieles schöngeredet.
Deshalb fordert er unmissverständlich Konsequenzen.
„Ich wünsche und hoffe, dass Nagelsmann freiwillig zurücktritt.“
Für ihn brauche die Nationalmannschaft einen Trainer, der wieder Autorität ausstrahlt, Klartext spricht und der Mannschaft eine neue Mentalität vermittelt.
Auch die Führungsspieler stehen bei Basler massiv in der Kritik
Mit dem Bundestrainer allein gibt sich Basler allerdings nicht zufrieden. Er nimmt auch mehrere Führungsspieler ins Visier.
Joshua Kimmich habe die Mannschaft als Kapitän nicht geführt. Leroy Sané habe erneut nicht gezeigt, warum er als Leistungsträger gelten soll. Auch Antonio Rüdiger sieht Basler nicht mehr als Zukunft der Nationalmannschaft.
Sogar Florian Wirtz und Jamal Musiala bekommen ihr Fett weg.
„Musiala und Wirtz funktionieren nicht zusammen. Das sage ich seit Jahren.“
Für Basler sei das vermeintliche Traumduo gegen starke Gegner nahezu wirkungslos geblieben. Während gegen Curaçao noch vieles funktionierte, sei gegen Elfenbeinküste, Ecuador und Paraguay kaum noch Kreativität zu sehen gewesen.
Deutschland hat den Anschluss verloren
Besonders nachdenklich wird Basler, als er auf die Entwicklung des internationalen Fußballs blickt.
Frankreich, Spanien oder England hätten Deutschland inzwischen deutlich überholt. Selbst Nationen wie Mexiko oder Norwegen würden mit mehr Tempo, mehr Leidenschaft und größerer Konsequenz auftreten.
Oliver Dütschke liefert dazu eine bemerkenswerte Statistik: Deutschland scheiterte zuletzt bei Weltmeisterschaften gegen Japan, Südkorea, Mexiko, Ecuador und nun Paraguay – nicht gegen die ganz großen Fußballnationen.
Für Basler zeigt genau das, wie weit Deutschland inzwischen von der Weltspitze entfernt ist.
Klopp soll den Neuaufbau übernehmen
Einen Namen bringt Basler dagegen immer wieder ins Spiel: Jürgen Klopp.
Für ihn wäre der frühere Liverpool-Trainer genau der richtige Mann, um der Nationalmannschaft wieder neues Leben einzuhauchen.
Klopp bringe Erfahrung, Charisma und Führungsstärke mit – Eigenschaften, die Basler bei Nagelsmann derzeit vermisst.
Selbst ein ausländischer Bundestrainer wäre für ihn inzwischen eine denkbare Lösung, wenn dadurch endlich wieder eine klare Richtung erkennbar würde.
Baslers deutlichste DFB-Abrechnung seit Jahren
Am Ende der Podcast-Folge macht Mario Basler klar, dass es für ihn längst nicht mehr um einzelne Niederlagen oder unglückliche Turniere geht.
Aus seiner Sicht steckt der deutsche Fußball in einer tiefen Identitätskrise. Mentalität, Zweikampfhärte, Führungsqualität und Leistungsprinzip seien in den vergangenen Jahren immer mehr verloren gegangen.
Das WM-Aus gegen Paraguay sei deshalb lediglich der vorläufige Tiefpunkt einer Entwicklung, die schon lange begonnen habe.
Seine Forderung ist deshalb eindeutig: Der DFB muss jetzt handeln. Nicht irgendwann, sondern sofort. Ein neuer Bundestrainer, neue Führungsspieler und ein kompletter Neuanfang seien aus Baslers Sicht alternativlos.








