Rangnick? Zidane? Flick? Die Frage nach dem neuen Bayern-Trainer bleibt spannend. Sportvorstand Eberl hofft, dass es bald auf die «Zielgerade» geht. Von Ehrenpräsident Hoeneß gibt es einen Ratschlag.
Bayerns Trainersuche ist in der finalen Phase

Wer wird der nächste Trainer des FC Bayern? Wird es Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick (65) sein? Oder Unai Emery (52) von Aston Villa? Kehrt der ehemalige Münchner Trainer mit sieben Titeln, Hansi Flick (59), doch zurück? Oder wird es jemand völlig anderes sein?
Als neue Namen wurden nun noch der frühere Wegbegleiter von Max Eberl in Gladbach, Lucien Favre (66), und Martin Demichelis (43) ins Spiel gebracht. Der Fantasie von Fans und Experten ist bei den Trainer-Spekulationen kaum eine Grenze gesetzt. «Wir haben für uns Kandidaten und für uns einen kleineren Kreis gemacht, da führen wir ständig immer wieder Gespräche», sagte Bayern-Sportvorstand Max Eberl.
Wie lange dauert die Suche noch?
Nicht mehr lange. Der «weiße Rauch», der nach Wunsch von Eberl nach einer erfolgreich abgeschlossenen Suche noch im April aufsteigen soll, ist bislang nicht zu sehen. «Wir wollen es so schnell wie möglich, aber auch so gründlich wie möglich machen», sagte Eberl im ZDF. Er hofft auf eine «zeitnahe» Entscheidung – und dass es «bald» auf die «Zielgerade» geht. «Natürlich vor Ende der Saison, um die ganzen Planungen voranzutreiben», sagte Eberl. Von Ehrenpräsident Uli Hoeneß gibt es einen Rat. «Das ist eine ganz wichtige Personalie. Wenn man klug ist, lässt man sich nicht unter Druck setzen», sagte der 72-Jährige dem «Kicker».
Wer ist der Favorit auf den Trainerposten beim FC Bayern?
Es ist klar, wer nicht der neue Trainer des FC Bayern wird: Der Leverkusener Meistertrainer Xabi Alonso, der Stuttgarter Sebastian Hoeneß und Julian Nagelsmann. Nagelsmann, der vor einem Jahr vorzeitig und verärgert gegangen ist, hat sich gegen eine spektakuläre Rückkehr zu den Bayern entschieden. Er strebt danach, die Nationalmannschaft zu neuen Erfolgen zu führen. Jürgen Klopp, der vor vielen Jahren schon einmal im Gespräch mit den Bayern war, plant nach seiner Zeit in Liverpool zunächst eine Pause. Wer derzeit bei Eberls Suche die besten Chancen hat, darüber kann nur spekuliert werden.
Was ist mit einer Übergangslösung?
Auch darüber wird nachgedacht, wenngleich sie nicht die Wunschoption ist. «Wir wollen einen Trainer haben, der ein Stück weit Bayern München längerfristig begleitet», sagte Eberl. «Wir wollen eine Kontinuität aufbauen. Das ist ein entscheidender Fakt, um erfolgreich zu sein.» Ein Pro dieser überraschenden Variante: Alonso, Klopp oder Sebastian Hoeneß dürften in einem Jahr wieder auf dem Markt sein. Contra: Ein klassisches Übergangsjahr wäre für einen Verein der Güteklasse FC Bayern höchst ungewöhnlich. Erst recht, wenn das Champions-League-Finale 2025 in München ist. Kandidaten für eine solche Interimslösung könnten Favre oder Flick sein. Favre und Eberl kennen sich bestens aus Gladbacher Jahren. Flick feierte beim FC Bayern historische Erfolge.
Warum macht Thomas Tuchel nicht doch als Trainer weiter, wenn es gerade so gut läuft?
Da haben Club und Coach sich unverrückbar positioniert: Die Zusammenarbeit mit Tuchel endet statt im nächsten schon in diesem Sommer. «Ich habe eine Vereinbarung mit dem Verein, die ist kommuniziert und die steht», bekräftigte Tuchel. Darauf angesprochen wiegelte auch Eberl ab.
Was ist mit Zinedine Zidane?
Der Fußball-Weltstar und ehemalige Trainer von Real Madrid passt in Bezug auf sein Ansehen zu jedem Spitzenverein. Der Gedanke, dass der Franzose am Ende sogar mit der Bayern-Legende Franck Ribéry das Team führen könnte, begeistert die Fans. Allerdings ist der 51-Jährige aus sprachlichen Gründen keine wahrscheinliche Lösung, da der neue Trainer idealerweise Deutsch, aber zumindest gut Englisch sprechen sollte.
Welche überraschenden Varianten sind im Gespräch?
Je mehr Zeit bis zur Entscheidung vergeht, desto mehr neue Namen werden diskutiert. Nach Favre und dem von Lothar Matthäus ins Gespräch gebrachten Demichelis werden sicherlich noch weitere Kandidaten genannt. Der ehemalige Bayern-Profi Demichelis war zuvor Nachwuchs- und Amateurtrainer bei River Plate in München. Auch der Name von Roger Schmidt, ehemals bei Bayer Leverkusen und jetzt bei Benfica Lissabon, wurde bereits erwähnt.








