Eigentlich sollten die Sprinter beim Giro d’Italia wieder zum Zug kommen. Doch eine vierköpfige Fluchtgruppe durchkreuzt dies. Ein Team-Kollege des Deutschen Simon Geschke gewinnt die fünfte Etappe.
Benjamin Thomas gewinnt fünfte Giro-Etappe

Radfahrer Benjamin Thomas, ein Profi aus Frankreich, hat die fünfte Etappe des 107. Giro d’Italia gewonnen. Er gehört dem Cofidis-Team um den Deutschen Simon Geschke an. Nach 178 Kilometern zwischen Genua und Lucca setzte er sich als Teil einer vierköpfigen Ausreißergruppe vor dem Dänen Michael Valgren und dem Italiener Andrea Pietrobon durch.
Nachdem er am Vortag den dritten Platz belegt hatte, überquerte der Deutsche Phil Bauhaus als Siebter die Ziellinie. Im Verlauf des Rennens kam es zu mehreren Stürzen, die alle glimpflich verliefen.
Der Sprint am Vortag hatte für Kritik gesorgt. Einige Profis hatten besonders das schnelle Finale als zu gefährlich angesehen. Der Belgier Tim Merlier, Sieger der dritten Etappe, meinte: «Ich bin einfach froh, dass ich noch am Leben bin.» Auch der Deutsche Bauhaus sagte, dass er kein Fan der letzten Kilometer gewesen sei.
Geschke sucht vergeblich nach seiner Chance
Wie erwartet, hat sich an der Gesamtwertung nichts geändert. Tadej Pogacar bleibt weiterhin an der Spitze. Er hat diese Position seit der zweiten Etappe inne. Der Slowene führt mit einem Vorsprung von 46 Sekunden vor dem Briten Geraint Thomas. Auf dem dritten Platz befindet sich der kolumbianische Fahrer Daniel Felipe Martinez, Kapitän des deutschen Top-Teams Bora-hansgrohe.
Der erfahrene Routinier Simon Geschke, der nach dieser Saison aufhört und sich beim Giro gerne mit einem Etappensieg verabschieden würde, versuchte in Ligurien sein Glück. Geschke gehörte zu einer kleinen Gruppe, die teilweise einen Vorsprung von etwas mehr als zwei Minuten herausarbeitete. 111 Kilometer vor dem Ziel wurden sie eingeholt, wobei Geschke zuvor immerhin die Bergwertung am Passo del Bracco gewonnen hatte.
Am Donnerstag werden die Profis auf der 180 Kilometer langen Strecke zwischen Viareggio und Rapolano terme mit drei Schotterabschnitten auf zwölf Kilometern konfrontiert. Einige Fahrer kennen diese Abschnitte teilweise vom Eintagesrennen Strade Bianche.








