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Besondere Rückkehr nach München: Nübel trifft auf Neuer

Für VfB-Torhüter Alexander Nübel ist das Topspiel der Fußball-Bundesliga ein besonderes Duell. Die Bayern haben ihn an Stuttgart ausgeliehen. Wo er in Zukunft spielt, ist ungewiss.

Alexander Nübel wechselte im vergangenen Sommer zum VfB Stuttgart.
Foto: Tom Weller/dpa

Alexander Nübel hat die Möglichkeit, sich in diesem brisanten Bundesliga-Topspiel zu beweisen. Wenn er mit dem VfB Stuttgart am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) gegen den FC Bayern München den nächsten Erfolg erzielen möchte, wird der Torhüter auf seinen eigentlichen Arbeitgeber treffen. Er wird auch auf Nationaltorhüter Manuel Neuer treffen, bei dem er in München keine Zukunft für sich sah. Nübels Vertrag beim FC Bayern läuft bis Sommer 2025, zu dem er 2020 mit der Hoffnung gewechselt ist, zur Nummer eins aufzusteigen.

Dem ehemaligen Talent des FC Schalke 04 blieb bei den Münchnern nur die Position als Ersatzspieler hinter Neuer übrig. Beim deutschen Rekordmeister hatte er kaum die Möglichkeit, sein Können zu zeigen. Deshalb wechselte er zunächst für zwei Jahre auf Leihbasis zur AS Monaco und im letzten Sommer zum VfB Stuttgart.

«Er ist ganz klar als Faktor zu nennen für unseren Aufschwung», lobte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Auswärtstrip nach München. Der 27-Jährige könne ein Spiel prägen. Er könne fußballerisch die Spielidee mittragen, bringe defensive Stabilität ins Team und zeige Präsenz bei Flanken. Aber auch als Persönlichkeit bringe er sich in die Mannschaft ein, schwärmte der Coach.

Bald Neuer-Nachfolger im Nationalteam?

Beim VfB hat Nübel einen Unsicherheitsfaktor der vergangenen Saison vergessen gemacht. Er macht positiv auf sich aufmerksam und wird als künftiger Nachfolger von Neuer im Nationalteam gesehen. «Auf Dauer wirst du an Alex Nübel in der deutschen Nationalmannschaft nicht vorbeikommen», sagte Vorstandschef Alexander Wehrle dem «Münchner Merkur/tz». Und Hoeneß meinte: «Wenn er gesund bleibt und so weitermacht, wird er gute Chancen haben».

Nachdem Neuer seinen Vertrag in München über diese Spielzeit hinaus verlängert hat, scheint es unwahrscheinlich zu sein, dass Nübel zu den Bayern zurückkehrt. Der VfB möchte gerne weiterhin mit ihm über den Sommer hinaus planen. Eine erneute Ausleihe nach Stuttgart wäre jedoch wahrscheinlich nur möglich, wenn Nübel seinen Vertrag mit den Bayern um mindestens ein Jahr verlängern würde. In diesem Fall könnten die Bayern auch im Falle eines Transfers im Jahr 2025 eine Ablöse erhalten.

«Sollte es ein Konstrukt geben, von dem alle drei Parteien profitieren können, sind wir jederzeit gesprächsbereit. Dafür würde ich zu jeder Tages- und Nachtzeit nach München fahren», sagte Wehrle. Für den VfB wäre eine feste Verpflichtung Nübels nach derzeitigem Stand nur schwer zu finanzieren.

dpa