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Trendwende erhofft: Deutsches Biathlon-Team kämpft trotz Materialproblemen um Medaillen

Das deutsche Biathlon-Team hofft in der zweiten WM-Woche auf eine Trendwende, trotz bisher enttäuschender Medaillenausbeute und Materialproblemen. Die Techniker geben alles, um den perfekt präparierten Ski bereitzustellen und sind zuversichtlich, dass es am Dienstag funktionieren kann.

Benedikt Doll aus Deutschland nach dem Rennen.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Trotz der Materialprobleme und der bisher enttäuschenden Medaillenausbeute hofft das deutsche Biathlon-Team in der zweiten WM-Woche von Nove Mesto auf die Trendwende. «Wenn wir jetzt schon aufgeben, können wir zusammenpacken und nach Hause fahren. Aber wir bleiben weiter dran», sagte Damen-Disziplintrainer Kristian Mehringer.

Nach einer Woche Wettkampf stehen die deutschen Skijäger zum ersten Mal seit 2021 in Pokljuka ohne Medaille da. Die bisherige Bilanz ist ernüchternd: Rang fünf in der Mixed-Staffel, zwei sechste Plätze von Franziska Preuß sowie Rang 13 von Benedikt Doll und Platz 15 von Johannes Kühn.

Ein Grund dafür ist, dass das Material unter den schwierigen Bedingungen mit deutlich positiven Temperaturen, Regen und Schmutz auf den Strecken bisher nicht wie erwartet funktioniert hat. Zu Beginn der Saison hatten die Deutschen in Östersund die besten Ski – allerdings war es dort extrem kalt. Auch bei den anderen Weltcups vor der Weltmeisterschaft hatte das DSV-Team nie solche Probleme wie ausgerechnet jetzt beim wichtigsten Ereignis der Saison.

«Dieses fluorfrei ist jede Woche wieder ein Tanz auf der Rasierklinge und so eine Klinge ist schmal. Man kann sehr, sehr schnell in eine Richtung runterfallen», sagte Sportdirektor Felix Bitterling.

EU verbietet bestimmte Fluorverbindungen

In der ersten Saison nach dem Verbot von Fluor-Wachs stehen die Techniker vor enormen Schwierigkeiten. Denn sie können nicht mehr auf die jahrzehntelange Erfahrung der Vergangenheit zurückgreifen, alles beginnt bei null.

Der Biathlon-Weltverband Ibu implementiert eine EU-Richtlinie zur Untersagung spezifischer Fluorverbindungen. Diese werden als schädlich für die Umwelt und die Gesundheit betrachtet, jedoch machen sie die Ski wasser- und schmutzabweisend, wodurch sie schnell und länger gleitfähig sind.

Um sicherzustellen, dass es am Ende nicht die erste WM ohne Medaillen für Frauen und Männer in der deutschen Biathlon-Geschichte wird, muss eine Lösung schnell gefunden werden. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Dienstag im Einzelwettkampf der Frauen (17.10 Uhr/ARD und Eurosport), wo Franziska Preuß und ihre Kolleginnen antreten.

Die Techniker würden alles geben, um den perfekt präparierten Ski bereitzustellen. «Dann kann es auch Dienstag funktionieren. Wir sind nicht so weit weg von Medaillen. Wir sind mit Franziska schon nah dran und versuchen, bis zum Schluss Vollgas zu geben», sagte Mehringer.

dpa