Nach dem Gewinn der ersten Medaille fürs deutsche Team in Nove Mesto will der Biathlon-Sportdirektor ein ähnliches Ergebnis mit den Jungs erreichen.
Biathlon-Sportdirektor hofft auf Motivationsschub für Männer-Team nach WM-Silber von Hettich-Walz

Felix Bitterling, der Sportdirektor des Biathlons, ist optimistisch, dass die Silbermedaille von Janina Hettich-Walz im Einzelwettkampf dem Männer-Team einen erheblichen Motivationsschub verleiht.
«Wir wollen sehr gerne ein ähnliches Ergebnis mit den Jungs erreichen», sagte Bitterling nach dem Gewinn der ersehnten ersten Medaille fürs deutsche Team in Nove Mesto.
Trotz der bisher enttäuschenden Leistungen glaubt Bundestrainer Uros Velepec an sein Team. «Für mich ist wichtig, dass sie wissen, dass sie gut sind und die Form nicht in ein, zwei Tagen weggeht», sagte der 56-jährige Slowene mit Blick auf das Einzel heute (17.20 Uhr/ZDF und Eurosport), in dem Roman Rees, Benedikt Doll, Philipp Horn und Johannes Kühn starten.
Horn nimmt Technik-Team in Schutz
Die DSV-Skijäger waren mit großem Selbstvertrauen nach Tschechien gereist, nachdem sie bisher vier Siege und vier weitere Podestplätze in den Einzelrennen des Weltcup-Winters erreicht hatten. Allerdings erzielte Doll im Sprint nur den 13. Platz und Kühn landete in der Verfolgung auf dem 15. Platz – auch weil das Material noch nicht optimal war. Im Frauen-Rennen lief es jedoch deutlich besser. Es ist zu erwarten, dass nun auch für die Männer konkurrenzfähiges Material zur Verfügung steht.
Horn nahm das Technik-Team in Schutz. «Unsere Techniker verlassen als Erste das Hotel und kommen als Letzte nach Hause. Die geben alles, reißen sich richtig den Arsch auf und da kann man keinen Vorwurf machen», sagte Horn. Bereits im Verfolger, in dem es nach dem enttäuschenden Sprint nur um Ergebnisverbesserung ging, hätte das Team gezeigt, was in ihm steckt. Im Einzel sei vieles möglich.
Filbrich: Die Form passt
«Wir sind gut in Form. Wir starten am Mittwoch mit dem Selbstbewusstsein, dass wir wissen, dass wir mit den Norwegern die ganze Saison dabei waren», sagte Velepec. Die Skandinavier hatten in Tschechien im Sprint einen Dreifach- und im Jagdrennen einen Fünffach-Erfolg gefeiert.
Trotz der bisherigen Medaillenflaute müsse «man locker bleiben und nicht in Panik verfallen. Wir müssen wieder attackieren», sagte Velepec. Auch Disziplintrainer Jens Filbrich ist sich sicher, dass die Form passt. Selbstzweifel gebe es nicht. «Die Jungs rücken zusammen und haben den Kopf oben behalten», sagte der frühere Langläufer.








