Minerva Hase und Nikita Wolodin freuen sich über Medaille bei Debüt, träumen von Erstem Platz.
Deutsches Traumpaar holt Bronze bei Eiskunstlauf-WM

Beim Debüt bei der Eiskunstlauf-WM in Montreal holte das neue deutsche Traumpaar Minerva Hase und Nikita Wolodin sofort Bronze. Den Titel sicherten sich Deanna Stellato Dudek und Maxime Deschamps aus Kanada. Stellato Dudek ist mit 40 Jahren die älteste Frau, die jemals einen WM-Titel im Eiskunstlauf gewinnen konnte.
«Ich kann es kaum glauben – wir haben bei unserer ersten WM, in unserer ersten Saison eine Medaille gewonnen. Wir haben so viele Jahre in den Sport investiert, um hier mal etwas reißen zu können», freute sich die 24-jährige Berlinerin Minerva Hase. Ihr Partner Wolodin kündigte an: «Wir möchten gern Erste werden, bald. Ich denke schon daran, woran wir arbeiten müssen.»
Hase/Wolodin lagen nach dem Kurzprogramm aussichtsreich auf Platz vier, nur knapp hinter den Italienern Sara Conti/Niccolo Macii. Die Berliner erwischten einen erstklassigen Start in ihre emotionale Kür zu «The Path of Silence» und «The Power of Mind» mit einem dreifachen Twist und einer Kombination aus dreifach Toeloop und zwei Doppel-Axeln.
Schrecksekunde
Dann kam die Schrecksekunde – Hase ging beim dreifachen Salchow zu Boden, den sie eigentlich schon gestanden hatte. Doch danach erlaubten ich die nationalen Meister keinen weiteren Fehler. «Ich bin weggerutscht, das war eine klitzekleine Unaufmerksamkeit», sagte Minerva Hase über den Sturz. Doch als die Italiener mehrfach patzten, wurde der Medaillentraum für Hase/Wolodin wahr.
Annika Hocke/Robert Kunkel erzielten mit dem fünften Platz ebenfalls ein Top-Ergebnis. Das Berliner Paar meldete sich in die Weltspitze zurück und lieferte eine saubere Kür ab. «Das bedeutet uns sehr viel. In den letzten Wochen haben wir gemerkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und haben viel Selbstvertrauen in uns gefunden», sagte Hocke.
Stellato Dudek/Deschamps haben mit ihrer Vampir-Kür überzeugt und den ersten WM-Titel im Paarlauf für Kanada seit 2016 geholt. Silber ging an die Titelverteidiger Riku Miura/Ryuichi Kihara aus Japan. Aufgrund von Kiharas Hyperventilation nach der Kür und der ärztlichen Behandlung fehlte das Duo bei der Siegerehrung.
Die Deutsche Eislauf-Union erlebt Glanz im Paarlauf, aber Tristesse im Einzel. Nach dem Ausscheiden von Kristina Isaev bei den Frauen schied auch Nikita Starostin im Kurzprogramm der Herren nach einem Patzer beim Axel als 32. aus. An der Spitze liegt Weltmeister Shoma Uno aus Japan.








