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BVB verärgert: «Null Prozent Elfmeter. Null!»

Der BVB schien im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei der PSV Eindhoven auf Siegkurs. Doch ein Elfmeterpfiff verhinderte ein Happy End – und sorgte für reichlich Unmut.

Dortmunds Mats Hummels diskutiert nach der Elfmeter-Entscheidung mit Schiedsrichter Srdjan Jovanovic.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Mats Hummels war sich seiner Sache absolut sicher. «Null Prozent Elfmeter. Null!», sagte der Verteidiger von Borussia Dortmund auch noch einige Minuten nach dem 1:1 (1:0) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen die PSV Eindhoven.

Dass Schiedsrichter Srdjan Jovanovicnach nach seinem vermeintlichen Foulspiel auf den Punkt zeigte und den BVB damit um den Sieg brachte, wertete der 35 Jahre alte Routinier als klare Fehlentscheidung. «Wir sind auf einem völlig falschen Weg in dieser Hinsicht. Leider habe ich den Eindruck, der VAR hat die Schiedsrichter schlechter gemacht. Ich fand die Schiedsrichter früher besser», klagte Hummels bei Amazon Prime. 

Hummels hatte bei einem Tackling im eigenen Strafraum zuerst den Ball berührt, danach aber auch den Gegenspieler Malik Tillman getroffen. PSV-Kapitän Luuk de Jong verwandelte den Elfmeter in der 56. Minute und glich damit die Führung der Dortmunder durch den ehemaligen PSV-Profi Donyell Malen (24.) aus. «Wir sind in einem Champions-League-Achtelfinale. Da muss man auch von den Schiedsrichtern höchstes Niveau erwarten», klagte der für den erkrankten Niklas Süle kurzfristig ins Team gerückte Innenverteidiger.

Auch BVB-Sportdirektor sauer

Hummels war nicht der einzige Dortmunder, der mit dem Schiedsrichter und dem VAR-Team hart ins Gericht ging. «Die Verärgerung ist sehr groß. Wenn man solche Entscheidungen gegen sich hat, die nicht 100-prozentig richtig sind, tut das schon weh», gestand Sebastian Kehl. Der BVB-Sportdirektor warf dem serbischen Schiedsrichter vor, sich die Szene nicht noch einmal im Fernsehen am Spielfeldrand selbst angeschaut zu haben: «Er weiß um die Wichtigkeit der Partie. In der Situation hätte er sich das ansehen können, vielleicht sogar müssen.»

BVB-Trainer Edin Terzic verwies gar auf ähnlich unbefriedigende Vorkommnisse in der Vergangenheit: «Das begleitet uns schon ein bisschen länger. Es ist das dritte Mal, dass wir nach einem Spiel in der K.O.-Phase der Champions League über den Schiedsrichter diskutieren.» Damit dürfte der Dortmunder Coach die Elfmeterpfiffe gegen den BVB im März 2023 beim Duell mit Achtelfinal-Gegner FC Chelsea und im April 2021 im Viertelfinale gegen Manchester City gemeint haben. Wie Kehl verwies er auf die fehlende Bereitschaft des Referees, die Szene via TV zu überprüfen: «Unser Wunsch bleibt weiterhin, das man den Bildschirm nutzt. Dafür haben wir ihn an der Seite. Er war sich sicher, aber wir halten die Entscheidung für sehr hart.»      

dpa