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Dämpfer vor Olympia: Hase/Volodin verpassen EM-Titel

Die Paarläufer Minerva Hase und Nikita Volodin patzen bei der EM und müssen sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Die Leistung ist auch ein Rückschlag auf dem Weg zu Olympia.

Minerva Hase (r) und Nikita Volodin mussten sich bei der EM mit Silber begnügen.
Foto: Mike Egerton/PA Wire/dpa

Das deutsche Top-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin hat bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Sheffield den Titel deutlich verfehlt und damit wenige Wochen vor den Olympischen Spielen einen Rückschlag erlitten. Die beiden landeten nach einer enttäuschenden Kür mit einem Sturz beim Wurfrittberger sowie einer Hebung und insgesamt 203,87 Punkten nur auf dem zweiten Platz.

Den Titel im Paarlaufen holten sich erstmals die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (215,76 Punkte), die auch schon nach dem Kurzprogramm knapp vor Hase/Volodin in Führung gelegen hatten. «Noch ist alles offen», hatte Hase noch vor der Kür gesagt. Doch Hase/Volodin konnten wie schon im Kurzprogramm keine fehlerfreie Vorstellung abliefern. Im Gegenteil: Der knappe Rückstand wuchs in der Kür deutlich.

Maria Pavlova und Alexei Sviatchenko aus Ungarn belegten den dritten Platz mit 202,56 Punkten. Annika Hocke und Robert Kunkel, das zweite deutsche Duo, erreichte mit 188,27 Punkten erneut den vierten Platz, wie schon nach dem Kurzprogramm.

Traum vom Olympiasieg

Trotz des zufriedenstellenden Silbers in Sheffield sind Hase/Volodin bei den Olympischen Spielen in Italien in einem Monat als Medaillenanwärter zu betrachten. Die beiden 26-Jährigen haben den Traum von Gold bei diesem Saisonhöhepunkt.

Um diesen Traum zu verwirklichen, müssen Hase/Volodin im Kurzprogramm und in der Kür im Gegensatz zur EM zwei fehlerfreie Vorstellungen abliefern. Neben den Georgiern Metelkina/Berulawa sind die Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan sowie die Italiener Sara Conti/Niccolò Macii die größten Konkurrenten. Aufgrund einer Verletzung von Conti fehlte das Paar bei der EM.

Gartung zittert sich ins Kürfinale

Genrikh Gartung qualifizierte sich in der Männerkonkurrenz nach einer Zitterpartie im Kurzprogramm für die Kür am Samstag (ab 14.00 Uhr), nur wenige Stunden bevor Hase/Volodin die Silbermedaille gewannen.

Der 18-Jährige belegte auch wegen eines Sturzes beim dreifachen Axel mit 64,45 Punkten den 24. Rang und damit den letzten Finalplatz. «Es war sehr schwer. Der Axel hat mich rausgebracht», sagte Gartung. In Führung liegt nach dem Kurzprogramm Nika Egadse aus Georgien mit 91,28 Zählern.

Am Freitag beginnt auch das deutsche Eistanz-Duo Charise Matthaei/Max Liebers bei der EM. Sie sind für Jennifer Janse van Rensburg und den erkrankten Benjamin Steffan eingesprungen. Zum ersten Mal seit über 70 Jahren nimmt keine deutsche Einzelläuferin an der EM teil.

dpa