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Darüber spricht das Fahrerlager in Silverstone

Die Formel 1 führt in Silverstone ihr zehntes Saisonrennen auf. Schon vorher gibt es im Fahrerlager viel Gesprächsstoff. Auch Sebastian Vettel fällt wieder mit einer Aktion auf.

Will das Verbot zum Tragen von Schmuck während des Rennens nicht akzeptieren: Lewis Hamilton.
Foto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Bis zu 400.000 Fans sollen beim britischen Grand Prix der Formel 1 für einen Zuschauerrekord sorgen. Schon vor dem Start am Sonntag (16.00 Uhr/RTL und Sky) will Sebastian Vettel die Motorsport-Enthusiasten erfreuen.

Nostalgie:

Sebastian Vettels Showrunden in einem 30 Jahre alten Rennwagen findet auch sein Teamchef «einfach eine coole Sache». Vettel wird am Sonntag vor dem Rennen den Williams von Nigel Mansell aus dem Jahr 1992 steuern, umweltschonend betankt mit CO2-neutralem Sprit. «So was muss man unterstützen, da gab es für uns keine Diskussion», sagte Mike Krack, Teamchef von Aston Martin. Er freue sich schon jetzt auf den Motorensound des Zehnzylinders. Dass Vettel zuletzt immer wieder die Formel-1-Bühne für Botschaften zu politischen und sozialen Themen nutzte, findet Krack in Ordnung. «Wenn man jemanden hat, der sich einsetzt für Dinge, sollte man das auch tolerieren und unterstützen. Wir haben da auch Vorbildfunktion», sagte der Luxemburger dem TV-Sender Sky.

Dauerstreit:

Im Disput um das Tragen von Schmuck im Cockpit lassen die Regelwächter nicht locker. Vor dem Gastspiel in Silverstone lief die nächste Frist für Lewis Hamilton aus, der das Verbot nicht akzeptieren will. Trotzdem entfernte er für das Training seinen auffälligen Brillanten aus dem Nasenflügel. «Wir müssen uns um wichtigere Dinge kümmern», sagte der Mercedes-Pilot. Er werde aber weiter gemeinsam mit dem Weltverband Fia nach einem Kompromiss suchen. Die Regelhüter wollen das Schmuckverbot aus Gründen der Sicherheit mit größerem Nachdruck als früher durchsetzen.

Sichtweise:

Eine ungewöhnliche Kamera-Perspektive soll den Fans der Formel 1 am Silverstone-Wochenende neue Einblicke in den Arbeitsplatz der Piloten gewähren. Aus dem Fußraum des McLaren von Lando Norris gibt es Bilder vom Umgang des Briten mit dem Gaspedal. Zuletzt hatte die Rennserie auch eine Helmkamera zum Einsatz gebracht. Damit sollen Fans die Herausforderungen im Cockpit besser verstehen, hieß es dazu. Die Pedalkamera ist aber keine Neuerfindung. Schon in den 90-er Jahren und in der Saison 2000 hatte es Experimente mit der Technik gegeben.

dpa