Deutschland legte mit Siegen gegen Frankreich und die Niederlande einen perfekten Start ins EM-Jahr hin. Das Heimturnier startet mit der Gruppen-Partie gegen Schottland.
EM 2022: Deutschland startet perfekt ins Turnierjahr

Die Begeisterung für die EM in Deutschland scheint entfacht zu sein. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat mit dem 2:0 in Frankreich und dem 2:1 gegen die Niederlande einen idealen Beginn des EM-Jahres hingelegt. Die Ukraine, Polen und Georgien haben sich ebenfalls für das Großereignis qualifiziert.
Der Gastgeber startet das Heimturnier vom 14. Juni bis 14. Juli mit dem Gruppenspiel gegen Schottland. Vorab wichtige Informationen:
Kommt man noch an Tickets?
Die meisten der rund 2,7 Millionen Tickets sind bereits vergriffen. Eine weitere große Verkaufsphase ist nicht mehr geplant. Über eine Wiederverkaufsplattform der UEFA können Eintrittskarten weiterverkauft werden. Für Fans der über die Playoffs qualifizierten Mannschaften sollen jedoch noch einmal Tickets ausgegeben werden. «Wir raten dringend davon ab, Tickets außerhalb der offiziellen Verkaufswege zu erwerben», teilte die Verbraucherzentrale Bayern auf Anfrage mit. «Die Tickets sind personalisiert und müssten erst mal auf den Käufer umgeschrieben werden. Schlimmstenfalls erhält man vor Ort keinen Einlass.»
In welchem Modus wird gespielt?
Neben Deutschland als Gastgeber nehmen 23 Teams am Kampf um den EM-Titel teil. Die letzten Plätze sicherten sich die Ukraine, Polen und Georgien über die Playoff-Finals. In sechs Gruppen mit jeweils vier Teams kämpfen die Mannschaften um das Weiterkommen. Die beiden Besten jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale, dazu kommen die vier besten Drittplatzierten. Deutschland ist in Gruppe A gesetzt und trifft in der Gruppenphase auf Schottland, Ungarn und die Schweiz.
In welchen deutschen Städten rollt der Ball?
In den zehn Städten Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Frankfurt und Stuttgart wird gespielt. Das Endspiel findet am 14. Juli im Olympiastadion Berlin statt. Das Eröffnungsspiel Deutschland gegen Schottland wird am 14. Juni in München ausgetragen. Zusätzlich tritt der Gastgeber in der Gruppenphase in Stuttgart (19. Juni) und Frankfurt (23. Juni) an.
Wo werden die Spiele übertragen?
Viele Spiele werden im Free-TV übertragen. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF zeigen insgesamt 34 von 51 Spielen. Dazu gehören alle EM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie die Halbfinals und das Endspiel. 12 Spiele werden live auf RTL ausgestrahlt. Außerdem sind alle 51 Partien auf dem Pay-TV-Sender MagentaTV zu sehen. MagentaTV hat exklusive Übertragungsrechte für fünf Spiele, darunter vier Gruppenspiele und ein Achtelfinale.
Gibt es Public Viewing?
In den zehn Austragungsorten wird es offizielle Fanzonen der UEFA geben. Dort sollen Fans die Spiele hautnah auf Großbildschirmen verfolgen können. In Berlin ist zum Beispiel jeweils eine Fanzone vor dem Reichstag und dem Brandenburger Tor geplant. In München können Fußballfans die Spiele im Olympiapark verfolgen. Sicher wird es weitere Möglichkeiten geben, die Spiele zu verfolgen, ob in größerer Runde vom Sofa aus oder in einer Kneipe um die Ecke. Unter bestimmten Voraussetzungen brauchen Veranstalter zum Ausrichten von Public Viewings jedoch eine Lizenz der UEFA.
Wie sind die Chancen der deutschen Nationalmannschaft?
Nach wie vor stehen das englische und französische Team ganz oben auf der EM-Favoritenliste. Die EM-Zweiten von 2021 aus England setzten sich in der Qualifikation zwar souverän als Gruppensieger ohne Niederlage durch, bei den vergangenen Testspielen gegen Brasilien und Belgien mussten sie sich jedoch mit einem 0:1 und 2:2 zufriedengeben. Titel-Kandidat Frankreich starte mit einer 0:2-Niederlage gegen EM-Gastgeber Deutschland ins Turnierjahr. Frankreichs Presse schrieb von einer «Lektion» für den WM-Zweiten von 2022.
Bei vielen Buchmachern wird Deutschland immer noch als dritter Favorit vor Spanien und Portugal angesehen. Die jüngsten Leistungen der deutschen Nationalmannschaft haben den Optimismus geschürt. Vor Beginn der EM hat die deutsche Elf noch Länderspiele gegen die Ukraine und Griechenland.








