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Deutschland gewinnt letztes WM-Testspiel gegen Frankreich in Verlängerung

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewann in Weißwasser gegen Frankreich mit 4:3. Dominik Kahun erzielte den entscheidenden Treffer in der 63. Minute.

Die DEB-Auswahl setzte sich im letzten Testspiel vor der WM gegen Frankreich durch.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Das deutsche Eishockey-Team hatte mit dem Meister-Upgrade aus Berlin eine gelungene WM-Generalprobe, jedoch ist der Vize-Weltmeister vier Tage vor dem Turnierstart immer noch nicht richtig in Form.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewann in Weißwasser das letzte Vorbereitungsspiel gegen Frankreich mit 4:3 (1:0, 2:2, 0:1) nach Verlängerung. Ein Tor in der Verlängerung von Dominik Kahun (63. Minute) führte zum dritten Sieg im achten WM-Test. Frederik Tiffels (9.) und Leo Pföderl (34./37.) trafen in der regulären Spielzeit für das Team von Bundestrainer Harold Kreis, das am Dienstag mit dem Bus nach Ostrava in Tschechien weiterreist. Dort spielt Deutschland am Freitag (16.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) im ersten Vorrundenspiel gegen die Slowakei, die Olympia-Bronze gewonnen hat.

Auch im letzten Vorrundenspiel der WM am 21. Mai sind die Franzosen erneut die Gegner der Deutschen. Nach einem 3:0-Vorsprung gegen Frankreich am Samstag in Wolfsburg zeigten sie eine verbesserte defensive Leistung. Allerdings nahmen im weiteren Spielverlauf die Abstimmungsprobleme und individuellen Fehler zu. Auch im Angriff hätten mehr als die vier Treffer möglich sein können.

Eisbären-Profis bringen Selbstvertrauen mit

Im Fokus standen die Spieler, die neu zum WM-Team gestoßen sind. In Weißwasser waren erstmals in der Vorbereitung Verteidiger Maksymilian Szuber, der aus den Playoffs der nordamerikanischen AHL mit den Tucson Roadrunners ausgeschieden war. Ebenso gaben die Verteidiger Kai Wissmann und Jonas Müller sowie die Angreifer Tiffels, Tobias Eder und Leo Pföderl ihr Debüt. Das Quintett hatte vor zehn Tagen mit den Eisbären Berlin die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Und die neuen Spieler brachten sich sofort mit viel Selbstvertrauen positiv ein. Zu Beginn des Spiels lenkte Eisbären-Stürmer Tiffels einen Schuss von Lukas Kälble aus Bremerhaven nach neun Minuten ins Tor. Im ersten Drittel zeigte das Team des Deutschen Eishockey-Bundes eine konzentrierte und solide Leistung. Deutschland überstand auch Unterzahl-Situationen sicher, hatte aber in Überzahl teilweise Pech. Vor allem NHL-Stürmer JJ Peterka scheiterte bei teils erstklassigen Chancen.

Grubauer sieht beim Ausgleich von Claireaux unglücklich aus

Im zweiten Drittel rächte sich dies sofort, nachdem NHL-Torhüter Philipp Grubauer gemäß Absprache zur Halbzeit des Spiels für Mathias Niederberger eingewechselt wurde. Beim Ausgleich durch den ehemaligen DEL-Spieler Anthony Rech (31.) hatte der 32-jährige aus Seattle keine Chance. Das Spiel wurde nun etwas chaotischer. Erneut waren es Berliner Angriffe, die Deutschland zweimal in Führung brachten. Pföderl lenkte einen Wissmann-Schuss diesmal ins Tor ab. Frankreich kam noch einmal zurück. Beim schnellen Ausgleich von Valentin Claireaux (35.) sah Grubauer jedoch etwas unglücklich aus. Das deutsche 3:2 wurde dann schön herausgespielt, als Pföderl das Zuspiel von Yasin Ehliz aus München verwertete.

Im letzten Drittel schenkte Szuber mit einem haarsträubenden Abspielfehler erneut Rech den 3:3-Ausgleich (41.). Im Angriff war Deutschland nun spielerisch klar überlegen und hatte zahlreiche hochkarätige Chancen, die jedoch in der regulären Spielzeit ungenutzt blieben. Erst in der Verlängerung fiel schließlich der verdiente Siegtreffer.

dpa