Rudi Völler bleibt DFB-Sportdirektor über das Heimturnier hinaus, um die Nationalmannschaft erfolgreich zu führen.
DFB verlängert Vertrag mit Rudi Völler bis 2026

Der DFB hat eine bedeutende Personalentscheidung getroffen, indem Rudi Völler als Sportdirektor über das Heimturnier hinaus bleibt. Der Vertrag des ehemaligen Teamchefs und Weltmeisters von 1990 wurde kurz vor seinem 64. Geburtstag bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko verlängert.
«In den zurückliegenden 14 Monaten meiner Tätigkeit habe ich festgestellt, dass mir die verantwortungsvolle Aufgabe beim DFB von Tag zu Tag mehr ans Herz gewachsen ist», sagte Völler der Mitteilung zufolge. «Was anfangs vielleicht aus einem Gefühl der Verpflichtung gegenüber Deutschland, dem Verband und der Nationalmannschaft begann, hat sich längst auch zu einem persönlichen Anliegen entwickelt.»
Folgt auch Nagelsmann?
Der DFB hat das Ziel, sich noch vor dem EM-Start am 14. Juni in München gegen Schottland mit Bundestrainer Julian Nagelsmann auf eine Vertragsverlängerung zu einigen. Der Vertrag mit dem 36-Jährigen läuft nach dem Heimturnier aus. Völler spielte eine entscheidende Rolle bei der Verpflichtung von Nagelsmann im vergangenen September als Nachfolger von Hansi Flick.
«Rudi Völler ist mit all seiner Erfahrung für mich und auch für die Trainer und Spieler ein wichtiger Ansprechpartner und Ratgeber», sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. «Er übt einen positiven Einfluss auf die Nationalmannschaft aus. (…) Nach zuletzt schwierigen Jahren entsteht gerade wieder eine große Begeisterung für die Nationalmannschaft. Das ist neben der hervorragenden Arbeit von Julian Nagelsmann und seinem Team auch ein Verdienst von Rudi Völler.»
Die Notlösung wird zur Dauerlösung
Völler wurde am 1. Februar 2023 zum DFB-Sportdirektor ernannt. Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2022 in Katar wurde Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff entlassen und eine Taskforce gegründet, der auch Völler angehörte. Er wurde dann als Notlösung zum Direktor der Männer-Nationalelf ernannt. Völler war lange Jahre Sportdirektor und dann Sport-Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen. Mitte 2022 schied er aus der Geschäftsführung aus.
Völler war als erfolgreicher Nationalspieler und Teamchef der Nationalmannschaft von 2000 bis 2004 auch für den DFB tätig. Nach der Trennung von Flick übernahm er im vergangenen September interimistisch die Betreuung der DFB-Auswahl und führte sie zu einem 2:1-Sieg im Länderspiel gegen Frankreich.
«Als Direktor der A-Nationalmannschaft möchte ich mit meiner Erfahrung meinen Teil dazu beitragen, dass das wichtigste Fußballteam Deutschlands wieder erfolgreich ist, dies aber auch über die Heim-EM in diesem Sommer hinaus», sagte Völler.








