Der Profifußball schaut auf die Verfassungsbeschwerde der Deutschen Fußball Liga zu Polizeikosten bei Hochrisikospielen. Die Dachorganisation warnt auch vor Folgen für Drittliga-Clubs.
DFL vor Bundesverfassungsgericht: Stadionerlebnis sicher

Die Sicherheit bei Spielen wurde von der Deutschen Fußball Liga zum Auftakt der Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht um Polizeikosten betont.
«Fakt ist, die Bundesligisten investieren signifikant in präventive Maßnahmen», sagte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz in Karlsruhe. «Fakt ist auch, dass das Stadionerlebnis in Deutschland sehr sicher ist. Und das bei bis zu 20 Millionen Zuschauern pro Jahr.»
Wer trägt die Polizeikosten für Hochrisikospiele?
Das Bundesverfassungsgericht prüft, ob die DFL Polizeikosten für Hochrisikospiele in Rechnung gestellt werden darf. Die Dachorganisation der 1. und 2. Bundesliga hat eine Verfassungsbeschwerde gegen eine Regelung aus Bremen eingereicht, die Veranstaltern Gebühren für erhöhten Polizeieinsatz bei Großveranstaltungen erlaubt. Die DFL hält die Regelung von 2014 für verfassungswidrig und nichtig. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet.
«Der Fußball hat generell eine Wirkung, die über die 90 Minuten hinausgeht», sagte Lenz. Dies beinhalte alle Aspekte der Gesellschaft. Die Polizei sei bei den Präventionsmaßnahmen ein sehr wichtiger Partner. DFL-Anwalt Bernd Hoefer warnte davor, dass Gebühren Drittliga-Clubs – die unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielen – überfordern würden.
«Im Kern geht es um die Sicherheit bei Großveranstaltungen aller Art», sagte Lenz zu dem inzwischen neun Jahre andauernden Rechtsstreit. Hoefer verwies darauf, dass die Polizeikosten für Klimaaktivisten bei der Automobilmesse in München auch nicht dem Veranstalter in Rechnung gestellt werden. Außerdem würde die Polizei über die Zahl der Einsatzstunden, die am Ende in Rechnung gestellt werden, selbst entscheiden.








