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„Die Bundesliga wird langweilig!“ Basler legt sich auf den Meister fest

Noch vor dem Bundesliga-Start legt sich Mario Basler fest: Für ihn führt am FC Bayern München kein Weg vorbei. Im neuen Basler Ballert Podcast erwartet der Europameister sogar einen deutlichen Vorsprung der Münchner und sieht keinen ernsthaften Titelkonkurrenten. Borussia Dortmund, Stuttgart und Leipzig traut Basler zwar den Kampf um die Champions-League-Plätze zu – die Meisterschaft hält er aber praktisch schon für entschieden. Sein ernüchterndes Urteil für die Konkurrenz: „Leider, leider für die Bundesliga wird es langweilig.“

Foto: Echo Media Group

Die neue Bundesliga-Saison steht unmittelbar bevor. Normalerweise beginnt jetzt die Zeit der großen Spekulationen: Wer wird Meister? Wer kann den FC Bayern herausfordern? Kann Borussia Dortmund angreifen? Schafft Stuttgart den nächsten Schritt? Und was ist mit Leipzig oder Leverkusen?

Mario Basler benötigt für die wichtigste Frage der Saison erstaunlich wenig Zeit.

In der letzten Spezialfolge des Basler Ballert Podcast nimmt der Europameister gemeinsam mit Oliver Dütschke die Topteams der Bundesliga unter die Lupe. Nach den Abstiegskandidaten und den Anwärtern auf das internationale Geschäft geht es diesmal um Bayer Leverkusen, RB Leipzig, den VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und den FC Bayern.

Und beim Meisterschaftskampf fällt Baslers Prognose ziemlich vernichtend für die Konkurrenz aus.

Basler legt sich fest: Bayern wird Meister

Für Basler gibt es momentan keinen Klub, der dem FC Bayern über eine komplette Saison gefährlich werden kann.

Beim Blick auf Borussia Dortmund macht er das besonders deutlich. Dem BVB traut er durchaus eine ordentliche Saison und die Qualifikation für die Champions League zu. Im direkten Vergleich mit München erkennt Basler allerdings einen entscheidenden Unterschied.

Bayern verfügt über eine weitgehend eingespielte Mannschaft. Dortmund dagegen hat Veränderungen vorgenommen und muss neue Spieler erst integrieren.

Baslers Konsequenz:

„Kein Weg an Bayern führt, kein Weg an Bayern vorbei.“

Wenig später legt er sich endgültig fest:

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass Bayern ganz klar Deutscher Meister wird.“

Von einem spannenden Titelrennen scheint Basler also wenig zu halten.

„Wir brauchen über die Deutsche Meisterschaft eigentlich nicht zu sprechen“

Normalerweise gehören Diskussionen um den Meisterschaftsfavoriten zu jeder Saisonvorschau. Basler geht diesmal einen Schritt weiter.

Für ihn ist die Ausgangslage derart eindeutig, dass sich eine große Debatte kaum lohnt.

„Wir brauchen über die Deutsche Meisterschaft eigentlich nicht zu sprechen.“

Seine Begründung liegt vor allem in der Stabilität des Münchner Kaders. Die Mannschaft sei eingespielt und habe keinen entscheidenden Stammspieler verloren. Gleichzeitig seien zusätzliche Optionen hinzugekommen.

Für Basler bedeutet das: Bayern hat sich eher verbreitert als verschlechtert.

Und genau deshalb fällt anschließend jener Satz, der für die Konkurrenz wenig Hoffnung lässt:

„Leider, leider für die Bundesliga wird es langweilig.“

Basler erwartet also nicht nur den nächsten Bayern-Titel. Er rechnet offenbar mit einer Saison, in der die Münchner früh klare Verhältnisse schaffen könnten.

Dortmund? Champions League ja, Meisterschaft nein

Bei Borussia Dortmund fällt Baslers Prognose differenzierter aus.

Das Supercup-Duell gegen Bayern bezeichnet er als ordentlich. Für den ganz großen Angriff reicht ihm das aber nicht.

„Es wird am Schluss meines Erachtens, glaube ich, nicht reichen, ganz, ganz vorne mitzuspielen.“

Basler erwartet trotzdem, dass sich Dortmund für die Champions League qualifiziert. Die Frage sei lediglich, auf welchem Platz.

Oliver Dütschke äußert sogar noch größere Zweifel. Er hält zum Zeitpunkt der Aufnahme Leipzig, Leverkusen und Stuttgart für stärker als den BVB.

Bei Basler stehen dagegen andere Sorgen im Vordergrund.

Basler macht sich Sorgen um die BVB-Finanzen

Überraschend deutlich spricht Basler die finanzielle Situation bei Borussia Dortmund an.

Während über Neuzugänge, Abgänge und die Qualität des Kaders diskutiert wird, bezeichnet er die wirtschaftliche Situation als das größere Thema.

„Ich mache mir aber mehr Sorgen über die finanzielle Situation in Dortmund.“

Gerade deshalb sei die Champions-League-Qualifikation enorm wichtig.

Und Basler fordert mehr als nur die Teilnahme. Dortmund müsse international möglichst weit kommen – etwa ins Achtel- oder Viertelfinale –, weil die Einnahmen für den Verein wichtig seien.

Sportlicher Erfolg und wirtschaftlicher Druck hängen für ihn beim BVB deshalb unmittelbar zusammen.

Leipzig könnte die Überraschung werden

Während Dortmund bei Basler nicht als Bayern-Jäger durchgeht, zeigt er sich von RB Leipzig überraschend angetan.

„Ich glaube, die werden total unterschätzt diese Saison.“

Basler erkennt bei Leipzig weiterhin einen klaren Plan. Der Verein verliere regelmäßig junge Spieler, nehme hohe Ablösen ein und schaffe es anschließend, den Kader wieder neu aufzubauen.

Deshalb zählt er Leipzig zu den Mannschaften, die ernsthaft um die Champions-League-Plätze spielen können.

„Ich glaube, dass Leipzig dieses Jahr wirklich eine gute Chance hat, sich für die Champions League direkt zu qualifizieren.“

Auch die Veränderungen auf der Trainerposition ändern daran zunächst nichts.

Basler betont, dass man dem neuen Trainer Zeit geben müsse. Gleichzeitig spricht er offen darüber, dass er Leipzig und die Entwicklung des Vereins grundsätzlich positiv sieht.

Bei Rocco Reitz bleibt Basler skeptisch

Eine Personalie überzeugt ihn allerdings nicht: Rocco Reitz.

Schon in der vorherigen Spezialfolge hatte Basler über den damaligen Gladbacher gesprochen. Auch nach dessen Wechsel nach Leipzig ändert sich seine Einschätzung nicht grundlegend.

„Ich bin jetzt nicht von Rocco Reitz überzeugt.“

Basler habe in der vergangenen Saison keine Leistungen gesehen, bei denen Reitz ihm besonders aufgefallen sei – abgesehen von seiner Rolle als Kapitän.

Nun müsse der Mittelfeldspieler beweisen, dass er Baslers Zweifel widerlegen kann.

Stuttgart überzeugt Basler mit Ruhe und Kontinuität

Beim VfB Stuttgart fällt Baslers Ton wesentlich positiver aus.

Anders als bei Vereinen, die ihren Kader regelmäßig großflächig umbauen, gefällt ihm die Kontinuität.

„Ich glaube, dass die Stuttgarter dieses Jahr wieder eine sehr, sehr gute Saison spielen werden.“

Basler hält es für einen großen Vorteil, dass die Mannschaft weitgehend zusammengeblieben ist.

Besonders lobt er Sebastian Hoeneß.

Der Trainer entwickle Spieler, Mannschaft und letztlich den gesamten Verein. Dazu komme ein Umfeld, das geschlossen hinter ihm stehe.

Basler sieht Stuttgart deshalb langfristig auf internationalem Niveau.

Das Ziel müsse sein, sich regelmäßig für die Champions League zu qualifizieren.

Leverkusen wird für Basler zur „Wundertüte“

Deutlich schwieriger einzuschätzen ist Bayer Leverkusen.

Nach den erfolgreichen Jahren unter Xabi Alonso hat sich viel verändert. Zahlreiche Spieler, die das Gesicht der Mannschaft geprägt hatten, sind nicht mehr da oder werden im Transkript als Wechselkandidaten diskutiert.

Basler fehlt deshalb zunehmend die Identität der Mannschaft.

„Wundertüte Leverkusen. Schwierig einzuschätzen.“

Er glaubt nicht daran, dass Leverkusen kurzfristig wieder eine ähnlich herausragende Saison wie unter Alonso spielen wird.

Noch überraschender: Basler rechnet der Werkself derzeit keine besonders große Chance auf die Champions-League-Plätze aus, weil er vier andere Mannschaften besser aufgestellt sieht.

Damit könnte ausgerechnet der ehemalige Meister zu einem der großen Fragezeichen der neuen Saison werden.

Bayern will mehr als nur die Meisterschaft

Während Basler die Bundesliga-Meisterschaft nahezu als Pflichtaufgabe betrachtet, sieht er das eigentliche Ziel der Münchner auf internationaler Ebene.

Die Champions League hat für ihn oberste Priorität.

Basler erkennt bei der Mannschaft einen besonderen Hunger auf den Titel. Nach dem Ausscheiden in der vergangenen Saison wolle die Mannschaft diesmal mehr.

Der große Vorteil: Der Kern des Teams ist zusammengeblieben.

Basler glaubt deshalb, dass Bayern international stärker auftreten kann.

Er sagt sogar voraus, dass der Klub in der Champions League eine „sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gute Rolle“ spielen werde.

Die Wiederholung zeigt ziemlich deutlich, wie überzeugt Basler von den Münchnern ist.

Basler erwartet einen Durchmarsch in der Bundesliga

Auch die zusätzliche Belastung durch die Champions League sieht er nicht als Problem.

Bayern werde deshalb nicht plötzlich die Bundesliga vernachlässigen. Der Verein wolle Meister werden, den DFB-Pokal gewinnen und gleichzeitig in Europa angreifen.

Das entscheidende Problem für die Konkurrenz ist nach Baslers Einschätzung schlicht die Qualität.

„Die sind einfach nicht stark genug, Bayern irgendwie…“

Basler glaubt zwar nicht, dass München jedes einzelne Bundesligaspiel gewinnen wird. Über eine komplette Saison erwartet er dennoch einen klaren Durchmarsch.

Sein Satz „Leider, leider für die Bundesliga wird es langweilig“ fasst deshalb seine gesamte Saisonprognose zusammen.

Dortmund, Leipzig und Stuttgart können um die Champions-League-Plätze kämpfen. Leverkusen bleibt eine Wundertüte. Doch ganz oben sieht Basler aktuell nur einen Verein.

Den FC Bayern München.

TS