Novak Djokovic kommt bei den Australian Open langsam in Fahrt. Zum ersten Mal in diesem Jahr gibt er keinen Satz ab.
Djokovic kommt in Schwung: Sieg im 100. Spiel in Melbourne

Novak Djokovic hat in seinem 100. Spiel bei den Australian Open seine alte Stärke wiedergefunden und in Melbourne erstmals in diesem Jahr wie ein Topfavorit gespielt. Der Weltranglisten-Erste, der den Grand-Slam-Auftakt bereits zehn Mal gewonnen hat, hat in der dritten Runde gegen den Argentinier Tomas Martin Etcheverry mit einem klaren 6:3, 6:3, 7:6 (7:2) Sieg triumphieren können.
Nach zwei mühsamen Erfolgen in den beiden Runden zuvor geriet Djokovic in der Rod Laver Arena dieses Mal nicht in Gefahr und verwandelte nach 2:28 Stunden seinen ersten Matchball. «Das war meine beste Leistung in diesem Turnier», sagte Djokovic nach der Partie zufrieden. «Insofern bin ich sehr glücklich. Im Tiebreak habe ich die richtigen Schläge gefunden.»
Djokovic hatte gegen Etcheverry alles im Griff
Alexander Zverev wird Djokovic an diesem Samstag ins Achtelfinale folgen. Die Organisatoren haben überraschenderweise das Drittrunden-Spiel gegen den Amerikaner Alex Michelsen als zweite Partie in der Night Session (9.00 Uhr MEZ/Eurosport) in der Rod Laver Arena angesetzt. Vorher spielen im größten Stadion im Melbourne Park die polnische Weltranglisten-Erste Iga Swiatek und die Tschechin Linda Noskova gegeneinander.
Djokovic zeigte zum ersten Mal in diesem Jahr auf seinem bevorzugten Platz eine Dominanz, die fast immer in der Vergangenheit zu sehen war. Der 36-jährige Serbe hatte zu Beginn des Turniers mit einer Erkältung zu kämpfen und schien weit von seiner Bestform entfernt zu sein. Sowohl in der ersten Runde gegen den kroatischen Qualifikanten Dino Prizmic als auch in der zweiten Runde gegen den Australier Alexei Popyrin musste Djokovic hart arbeiten und gab jeweils einen Satz ab. Dabei wirkte er in Melbourne so anfällig wie selten zuvor.
Gegen Etcheverry hatte der Serbe hingegen von Anfang an die volle Kontrolle. In den ersten beiden Sätzen gelang es ihm immer wieder, früh ein Break zu erzielen. Im Gegensatz zu Prizmic und Popyrin konnte der Argentinier Djokovic mit seinem Spielstil keinen Druck ausüben und ihn daher nur selten in Bedrängnis bringen. Für Djokovic war es der 31. aufeinanderfolgende Sieg in Melbourne. 2019, 2020, 2021 und 2023 hatte er das Tennis-Spektakel am Yarra River jeweils gewonnen. 2022 durfte er aufgrund der fehlenden Impfung gegen das Coronavirus nicht in Melbourne spielen.
Jannik Sinner präsentiert sich weiterhin in Topform. Der Italiener besiegte den Argentinier Sebastián Báez mühelos mit 6:0, 6:1, 6:3 und ist somit der einzige Topspieler in Melbourne, der noch keinen Satzverlust erlitten hat. Bereits gegen Ende des letzten Jahres zeigte Sinner bei den ATP-Finals und im Davis Cup teilweise überragende Leistungen.
Titelverteidigerin Sabalenka trifft nun auf Anisimova
Aryna Sabalenka, die Titelverteidigerin, ist weiterhin die dominierende Kraft bei den Damen. Die Weltranglisten-Zweite aus Belarus hat in der dritten Runde die Ukrainerin Lessia Zurenko mit 6:0, 6:0 deklassiert und erneut ihre beeindruckende Form gezeigt. Das einseitige Spiel war nach nur 52 Minuten bereits vorbei. Bereits in der ersten Runde hatte Sabalenka gegen die deutsche Qualifikantin Ella Seidel gnadenlos agiert und mit 6:0, 6:1 gewonnen.
«Ich bin einfach super glücklich mit dem Level, das ich im Moment spiele. Ich hoffe, ich kann das halten oder vielleicht sogar noch besser spielen», sagte Sabalenka, die nun auf die Amerikanerin Amanda Anisimova trifft.
Weiter in sehr guter Verfassung ist auch US-Open-Champion Coco Gauff. Die 19 Jahre alte Amerikanerin setzte sich gegen ihre Landsfrau Alycia Parks leicht und locker mit 6:0, 6:2 durch. «Ich bin sehr glücklich über die Art und Weise, wie ich bislang spiele», sagte Gauff.








