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Deutschland auf Kurs zur EM nach dominantem Sieg in Montenegro

Ein wichtiger dritter Sieg bringt die Tabellenführung – EM-Qualifikation fast sicher, aber noch nicht zu 100 Prozent. Spanien, Serbien und Deutschland zählen zu den Favoriten für die EM.

Die Bank jubelt: Deutschland siegt in Podgorica souverän.
Foto: Stickel Matthias/dpa

Der starke Basketball-Weltmeister Deutschland hat die Zweifel an einer erfolgreichen Qualifikation beseitigt und kann für die EM in diesem Sommer planen. Der dominante 95:76 (50:38)-Erfolg in Podgorica gegen Gastgeber Montenegro brachte dem Team von Bundestrainer Alex Mumbru den wichtigen dritten Sieg und damit die Tabellenführung. Nach knappen Niederlagen in Bulgarien (62:67) und Schweden (72:73) gelang den Basketballern in der Vorausscheidung doch noch ein Auswärtssieg.

Aufgrund des 81:77-Sieges Bulgariens gegen Schweden in der Verlängerung zu Hause ist das deutsche Team immer noch nicht zu 100 Prozent sicher, dass es weiterkommt. Am Sonntag (17.30 Uhr/Magentasport) wird Deutschland in Bamberg Bulgarien zum Abschluss der Qualifikation empfangen.

Bei der EM im Favoritenkreis

Deutschland müsste jedoch bei einem gleichzeitigen Sieg Schwedens gegen Montenegro mit mindestens 68 Punkten Unterschied verlieren, damit ein anschließender Vierervergleich das deutsche Team auf den vierten Platz bringen kann. Es handelt sich um ein utopisches Szenario.

Unter anderem sechs Manila-Weltmeister, einschließlich des starken Johannes Thiemann (16 Punkte, sechs Rebounds), sorgten dafür, dass die Gäste im lautstarken Moraca Sports Center von Podgorica nie ernsthaft in Bedrängnis gerieten. Neben Titelverteidiger Spanien und Serbien wird das deutsche Team, das dann wieder auf Kapitän Dennis Schröder und NBA-Jungstar Franz Wagner zählen dürfte, bei der EM (27. August bis 14. September) einer der Favoriten sein.

Theis am Sonntag dabei

Das Turnier findet in Riga (Lettland), Kattowitz (Polen), Tampere (Finnland) und Limassol (Zypern) statt. Jeder der vier Standorte wird eine Vorrundengruppe ausrichten, das Finale wird in Riga stattfinden. Bei der Auslosung am 27. März wird entschieden, gegen welche Gegner das Team von Spanier Mumbru im Sommer antreten wird.

Im Gegensatz zu den vorherigen Qualifikationsrunden konnte Mumbru dieses Mal auf einen erstklassigen Kader zurückgreifen. Das Bayern-Trio Justus Hollatz, Andreas Obst und Johannes Voigtmann war genauso dabei wie Thiemann, der extra aus Japan angereist war.

Starke deutsche Offensive

Alle vier Profis gehörten zum Gold-Team, das im Sommer 2023 sensationell die USA bei der WM besiegte. Am Sonntag (17.30 Uhr/Magentasport) wird auch Daniel Theis erwartet, der kürzlich von der NBA zu AS Monaco wechselte. Schröder und Wagner nehmen aufgrund der laufenden Saison in Nordamerika nicht teil. Moritz Wagner wird aufgrund einer monatelangen Verletzung auch bei der EM nicht dabei sein.

Besonders die deutsche Offensive lief reibungslos. Hollatz und Ulms Spielmacher Nelson Weidemann führten das Team an, zur Halbzeit lag die Trefferquote des Teams bei 50 Prozent. Die Klasse von Voigtmann, Thiemann und Rückkehrer Tibor Pleiß machte sich besonders unter dem Korb bemerkbar. Bereits frühzeitig konnte Mumbru seine Schlüsselspieler auswechseln, da die Entscheidung so früh gefallen war. Alle zwölf deutschen Profis konnten Punkte erzielen.

dpa