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Drei Führungen reichen nicht: Frankfurt nur 3:3 in Freiburg

Ein Verletzungsschock und dreimal eine Führung hergeschenkt – Eintracht Frankfurt muss sich beim SC Freiburg mit einem Punkt begnügen. Die Hessen bangen zudem um Sasa Kalajdzic.

Freiburgs Lukas Kübler (r) im Kopfballduell mit Frankfurts Doppeltorschützen Ansgar Knauff.
Foto: Tom Weller/dpa

Eintracht Frankfurt lag dreimal in Führung, der SC Freiburg meldete sich dreimal zurück. Beim 3:3 (2:2) rettete Michael Gregoritsch den Breisgauern in der Fußball-Bundesliga zumindest einen Punkt. Im Kampf um die erneute Qualifikation für den Europapokal kommen beide Mannschaften nicht so recht vom Fleck.

Die Partie wurde durch die vermutlich schwere Knieverletzung von Frankfurts Angreifer Sasa Kalajdzic überschattet. Bereits nach elf Minuten musste er ausgewechselt werden und kehrte später humpelnd auf die Bank zurück.

Sein Stellvertreter Ansgar Knauff sprang vor 34.700 Zuschauern ein und erzielte zwei Treffer (35. Minute/72.). Außerdem hatte Omar Marmoush (27.) die Führung von 1:0 für die Eintracht erzielt. Freiburg glich durch Ritsu Doan (29.) und Vincenzo Grifo per Foulelfmeter sowie zum Schluss Gregoritsch (89.) dreimal aus und verhinderte die vierte Liga-Niederlage in Folge.

Partie mehrmals unterbrochen

Die Partie musste mehrmals aufgrund von Fan-Protesten gegen den möglichen Einstieg eines Investors in die Deutsche Fußball Liga unterbrochen werden. Nach der Halbzeitpause segelten sogar ferngesteuerte Flugzeuge über das Feld.

Die Eintracht behielt den sechsten Platz bei und ist weiterhin auf Kurs für den Europapokal, während sich der Sport-Club deutlich anstrengen muss. Mit 29 Punkten liegen die Freiburger derzeit auf dem achten Platz. Wie die Eintracht, die in der Conference League 2:2 bei Royale Union Saint-Gilloise spielte, waren auch die Breisgauer am Donnerstag im Einsatz. Sie trennten sich in der Europa League auswärts vom RC Lens torlos.

Kalajdzic geht ohne Fremdeinwirkung zu Boden

In Freiburg gab es im ersten Durchgang nur zwei kurze Unterbrechungen, anders als in vielen anderen Stadien. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Spiel noch nicht Fahrt aufgenommen, und das sollte auch noch eine Weile dauern. Die Behandlungspause von Kalajdzic, der ohne Fremdeinwirkung zu Boden ging, beanspruchte ebenfalls Zeit.

Auch danach konnte keines der Teams zunächst eine Lösung finden. Erst ein Fehler in der Positionierung von Yannik Keitel, der wie bereits in Lens in der Abwehrmitte spielte und dort so herausragend seine Teamkollegen führte, brachte Gefahr – und wie: Da Keitel auch noch ausrutschte, hatte Marmoush leichtes Spiel auf dem Weg zur Führung.

Die Gastgeber schüttelten sich kurz und erhöhten dann den Druck. Nationaltorwart Kevin Trapp konnte einen Schuss von Roland Sallai noch abwehren. Allerdings landete der Ball genau vor den Füßen von Doan – 1:1. Es war das erste Tor aus dem Spiel heraus für Freiburg in diesem Kalenderjahr, nachdem ihnen zuletzt oft die Durchschlagskraft gefehlt hatte.

Mit Ausnahme der Tore spielte sich das Geschehen aber weiter meist im Mittelfeld ab. «Für jeden Bundesligisten ist es unangenehm, gegen Freiburg zu spielen», hatte Frankfurts Trainer Dino Toppmöller angekündigt. Dennoch durfte der Coach nach einem erfolgreich abgeschlossenen Konter von Knauff wieder jubeln. Diesmal hatte bei der Mannschaft von Trainer Christian Streich das Rückzugsverhalten nicht gestimmt. Mit einer Führung gingen die Gäste jedoch nicht in die Kabine, denn Makoto Hasebe stieg seinem Gegenspieler Lucas Höler im Strafraum unglücklich auf den Fuß. Grifo verwandelte den Elfmeter.

Gregoritsch rettet Freiburg einen Punkt

Kurz nach dem Wiederbeginn kam es zu einer weiteren Protestaktion: Neben den geworfenen Süßigkeiten aus dem SC-Block flogen auch Flugzeuge über den Rasen, woraufhin Schiedsrichter Tobias Stieler die Mannschaften für einige Minuten in die Kabinen schickte.

Die erneute Unterbrechung wirkte sich negativ auf das Spiel aus. Trotzdem hatte die Eintracht die besseren Chancen und wurde durch Knauff belohnt. Der Ersatz für Kalajdzic schoss den Ball in den Winkel. Der SC kassierte zum vierten Mal in Folge drei Gegentore in einem Ligaspiel. In einem turbulenten Schlussabschnitt rettete Michael Gregoritsch den Gastgebern einen Punkt.

dpa