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Max Heß sichert sich achten deutschen Meistertitel in der Halle

Der 27-jährige Chemnitzer überbot die 17 Meter Marke und qualifizierte sich für die Hallen-WM in Glasgow.

Überbot bei der Hallen-DM die prestigeträchtige Marke von 17 Metern: Dreispringer Max Heß.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Max Heß, der frühere Dreisprung-Europameister, hat seinen achten deutschen Meistertitel in der Halle mit einer beeindruckenden Leistung gewonnen. Beim Wettkampf in Leipzig überschritt der 27-jährige Chemnitzer die bedeutende Marke von 17 Metern und sprang 17,03 Meter weit.

Die offizielle Norm für die Hallen-WM in Glasgow in zwei Wochen beträgt 17,25 Meter. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich über die Weltrangliste zu qualifizieren.

Die WM-Achte Christina Honsel vom TV Wattenscheid 01 gewann erneut den Titel bei den Hochspringerinnen, indem sie als einzige Athletin 1,91 Meter übersprang.

Krause holt Titel über 3000 Meter

Die Hindernis-Europameisterin Gesa Krause hat zum zweiten Mal den Titel über 3000 Meter gewonnen. In 9:06,90 Minuten setzte sich die 31-Jährige nach einer energischen Schlussrunde durch. Auf dem zweiten Platz landete Elena Burkard in 9:08,39 Minuten – ebenfalls eine Hindernis-Spezialistin – gefolgt von Eva Dieterich aus Tübingen in 9:10,21 Minuten.

«Ich habe früher immer eine gute letzte Runde gehabt. Das war nach der Schwangerschaft am Anfang nicht ganz so einfach, Gut, dass das noch da ist. Der Titel bedeutet mir sehr viel», sagte Krause und zeigte sich sehr stolz. Für Krause sind die Titelkämpfe nach ihrer Babypause ein Schritt auf der angestrebten Rückkehr Richtung internationale Spitze über 3000 Meter Hindernis. In Leipzig qualifizierte sie sich auch für das Finale über 1500 Meter an diesem Sonntag.

Stabhochspringer enttäuschen

Die deutschen Stabhochspringer waren dagegen enttäuschend. Oleg Zernikel, der einstige WM-Fünfte, sicherte sich den Titel mit übersprungenen 5,45 Metern. Der Athlet vom ASV Landau hatte diese Höhe als Einziger bereits im ersten Versuch gemeistert. Bo Kanda Lita Baehre, Torben Blech und Altmeister Raphael Holzdeppe, der in seiner letzten Saison war, wurden zweitplatziert mit der gleichen Höhe.

Keiner aus dem Quartett meisterte danach seine nächste Höhe. Für Blech war bei 5,55 Metern Schluss, für den im Vorjahr lange verletzten EM-Zweiten Lita Baehre, Zernikel und den früheren Weltmeister Holzdeppe waren jeweils 5,65 Meter zu hoch. «Wir haben Olympische Spiele vor uns. Mit 40 kommt man nicht hoch», sagte Zernikel.

Haase schnappt Burghardt Titel im Sprint weg

Rebekka Haase, Staffel-Europameisterin, hat zum ersten Mal den Titel der deutschen Hallenmeisterin über 60 Meter gewonnen. Die 31-jährige Athletin vom Sprintteam Wetzlar siegte in 7,21 Sekunden, gleichauf mit ihrer Staffel-Kollegin Alexandra Burghardt.

Im Freien und unter dem Hallendach war Haase bereits Titelträgerin über 200 Meter, mit der deutschen Sprint-Staffel gewann sie 2022 gemeinsam mit Burghardt WM-Bronze und EM-Gold. Doppel-Europameisterin und Titelverteidigerin Gina Lückenkemper verzichtet in diesem Jahr auf eine Hallen-Saison.

Kevin Kranz sicherte sich den Titel im Männer-Sprint zum dritten Mal in 6,61 Sekunden vor dem zeitgleichen Titelverteidiger Aleksandar Askovic. Der 200-Meter-Freiluft-Rekordler Joshua Hartmann, bisher der schnellste deutsche Sprinter in diesem Winter, war nicht am Start.

dpa