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DSV-Sportdirektor bestätigt: Kebinger nicht zur WM

Hanna Kebinger soll sich erholen. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften wird sie nicht zum deutschen Aufgebot gehören. Sportdirektor Felix Bitterling begründet die Entscheidung.

Hanna Kebinger wird nicht zum deutschen WM-Aufgebot gehören.
Foto: Sven Hoppe/dpa

Hanna Kebinger wird bei den bevorstehenden Biathlon-Weltmeisterschaften im Februar nicht Teil des deutschen Teams sein.

Laut Sportdirektor Felix Bitterling vom Deutschen Skiverband der Deutschen Presse-Agentur kann die 26-Jährige derzeit nicht an ihre Leistungsgrenze gehen. Bereits in Antholz, Italien, wo die Generalprobe der Frauen am Freitag mit dem Einzel über 12,5 Kilometer beginnt, fehlt Kebinger.

«Wichtig ist, dass man herausfindet, wo das seinen Ursprung hat. Sind das Ausläufer ihrer Corona-Infektion oder etwas anderes», sagte Bitterling. Kebinger war Anfang Dezember an Covid-19 erkrankt und hatte die Weltcups in Hochfilzen und Lenzerheide verpasst. Vor heimischer Kulisse in Oberhof und Ruhpolding bestritt sie vier Einzelrennen, landete aber jeweils außerhalb der Top 20. Mit der Staffel kam sie am vergangenen Mittwoch auf den dritten Rang.

Bitterling: Kebinger «ist eine absolute Kämpferin»

«In dem Fall gibt es nicht viel drum herumzureden. Das bedeutet für sie das WM-Aus. Aber das liegt nicht daran, dass wir an Hanna zweifeln, sondern weil sie nicht die Energie hat, absolute Spitzenleistungen zu bringen. Da ist jetzt auch die Weltmeisterschaft echt zweitrangig», sagte Bitterling. Die WM findet vom 7. bis 18. Februar im tschechischen Nove Mesto statt. «Sie ist auch noch nicht so alt, dass man Torschlusspanik kriegen müsste. Sie ist eine wichtige Athletin für uns, die noch viele Jahre eine gute Zukunft in diesem Zirkus haben kann, und das steht an oberster Stelle.»

Kebinger werde erst einmal auf Wettkämpfe und intensives Training komplett verzichten, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. «Klar fällt ihr das nicht leicht, sie ist eine absolute Kämpferin», sagte Bitterling. «Aber dieser Kampfgeist ist in diesem Moment vielleicht das, was sie in die falsche Richtung schickt, weil sie vom Kopf her unbedingt will. Aber sie hat es verstanden.»

Schon in der vorherigen Saison hatte die Bayerin mit gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und musste sich über den niedrigeren Deutschland-Pokal und den zweitklassigen IBU-Cup nach oben kämpfen. Trotzdem nutzte sie ihre Chance in Antholz und wurde für die Weltmeisterschaft nominiert, obwohl sie nur die halbe Norm als Zehnte in der Verfolgung erreicht hatte. Dort gewann sie mit der Staffel die Silbermedaille.

dpa