Werder Bremen besiegt Augsburg mit 3:0 und sichert sich vorzeitig den Verbleib in der Bundesliga. Ducksch mit Vorlage und Tor entscheidend.
Marvin Ducksch führt Werder Bremen zum Sieg gegen Augsburg

Angeführt von Marvin Ducksch hat Werder Bremen dem FC Augsburg den nächsten Rückschlag im Rennen um Europa versetzt und kann bereits für eine weitere Saison in der Fußball-Bundesliga planen. Der zweimalige deutsche Nationalspieler war beim 3:0 (0:0) der Norddeutschen gegen biedere Gastgeber mit einer Vorlage und einem Treffer der Mann des Spiels.
Die Bremer haben drei Spieltage vor dem Ende der Saison einen komfortablen Vorsprung von zehn Punkten auf den FSV Mainz 05. Dieser könnte sich jedoch am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten 1. FC Köln noch vom Relegationsplatz 16 absetzen.
Werder liegt nur noch zwei Punkte hinter den diesmal nervösen Augsburgern, die ihre zweite Niederlage in Folge hinnehmen mussten und vor einem anspruchsvollen Restprogramm stehen. Borussia Dortmund, der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen haben alle Champions-League- oder sogar Meisterqualität.
Die Ducksch’sche Regel gilt weiter
In der ausverkauften Augsburger Arena mit 30.660 Zuschauern gab Ducksch die Vorlage für das erste Tor von Romano Schmid in der 52. Minute. Der Stürmer erhöhte dann selbst mit einem verwandelten Foulelfmeter (61.) auf 2:0, was sein zwölftes Saisontor war. In der 72. Minute verfehlte er sogar die Möglichkeit zum 3:0. Dies erzielte Olivier Deman (90.) schließlich.
Es bleibt also bei der Ducksch’schen Regel in dieser Bundesligasaison: Wenn der 30-Jährige in der Startelf steht und ein Tor erzielt, bleibt Bremen 2023/2024 ungeschlagen. Die Bilanz lautet nun sieben Siege und drei Unentschieden.
Augsburg jubelt das erste Mal – aber vergeblich
Die Augsburger Fans hatten den ersten Torschrei der Partie schon auf den Lippen. Nach einer Ecke stieß Ruben Vargas im Fünf-Meter-Raum gegen Bremens Torwart Michael Zetterer, und Kevin Mbabus Kopfball rollte daraufhin ins Tor. Schiedsrichter Tobias Welz unterband die regelwidrige Aktion jedoch in der neunten Minute.
Werder gewann zunehmend die Kontrolle. Trainer Ole Werner’s Team spielte konsequent schnell und direkt nach vorne. In den entscheidenden Momenten waren die Bremer jedoch genauso unpräzise wie die Augsburger, die in ihren Sondertrikots an die Regionalligameister um Helmut Haller vor 50 Jahren erinnerten. Jess Thorup stand wie üblich ruhig mit verschränkten Armen am Rande seines Trainerbereichs und beobachtete aufmerksam, wie seine Mannschaft kämpfte.
Nun konnten die Bremer Fans zumindest für einen kurzen Moment jubeln. Kapitän Marco Friedl köpfte einen Freistoß von Ducksch auf der linken Seite kraftvoll an Torwart Finn Dahmen vorbei ins Tor. Allerdings erkannte auch der Video-Schiedsrichter im Kölner Keller den Treffer aufgrund von Abseits nicht an.
Pechvogel Patric Pfeiffer
Die Augsburger mussten zulegen. «Natürlich ist die Hoffnung groß», meinte Sportdirektor Marinko Jurendic im TV-Sender Sky über die Aussichten auf einen internationalen Startplatz. «Wenn man zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft auf dem Platz steht, auf dem wir sind, dann werden wir alles versuchen, um am Ende der Saison auch hier zu landen.»
Werder schlug jedoch zu. Ein Freistoß von Ducksch von der rechten Seite flog vorbei an den nur zuschauenden Augsburgern durch den Strafraum, wo der lauernde Schmid am zweiten Pfosten zur Führung traf. Bremen erhöhte sogar kurz danach. Der erst zur Halbzeit für Arne Engels eingewechselte Patric Pfeiffer foulte Felix Agu ungeschickt im Strafraum. Am Elfmeter von Ducksch war Dahmen zwar noch dran, doch er war zu genau geschossen.








