Mit zwei ganz späten Toren gelingt Eintracht Frankfurt doch noch der versöhnliche Abschied in die kurze Winterpause. Die Hessen feiern ausgelassen – für Gladbach ist das Ergebnis bitter.
Eintracht feiert späten Sieg gegen Gladbach

Eintracht Frankfurt hat mit einem späten Doppelpack einen versöhnlichen Abschied in die Winterpause geschafft. Aurélio Buta (90.+2) und Robin Koch (90.+7) erzielten in der Nachspielzeit die Tore zum schmeichelhaften 2:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach und verhinderten einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Europapokalplätze. Die Gäste konnten hingegen nicht zu den Frankfurtern aufschließen und bleiben in der unteren Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga.
Vor 58.000 Zuschauern erzielte Maximilian Wöber (27. Minute) zunächst die Führung für den Club vom Niederrhein. Jedoch in einer turbulenten Schlussphase wurde der Verteidiger zunächst mit der Gelb-Roten Karte (88.) bestraft, und kurz danach durften die Frankfurter noch jubeln.
In der ersten Halbzeit passierte zunächst kaum etwas. Nur ein Schuss von Eintracht-Verteidiger William Pacho (22.) von der Strafraumgrenze über das Tor sorgte für ein bisschen Aufregung. Erst durch das erste Tor der Gäste fünf Minuten später wurde das Spiel lebendiger. Nach einem Eckstoß von Franck Honorat konnte Wöber, der unverständlicherweise nicht gedeckt wurde, ins linke untere Eck köpfen.
Gladbach zunächst dominant
Nach diesem Ereignis waren die Gladbacher dominant und handelten konsequenter in den Zweikämpfen. Sie zeigten lange Zeit keine großen Lücken in der Abwehr, wie es in vielen vorherigen Begegnungen der Fall war. Die Borussia war mit 33 Gegentoren angereist, nur Darmstadt 98 (41) hatte bisher mehr kassiert. In der 34. Minute sorgte Linksverteidiger Wöber erneut für Gefahr. Eintracht-Torwart Kevin Trapp konnte seinen abgefälschten Schuss mit einer Parade um den rechten Pfosten lenken, während er sein 250. Bundesligaspiel für die Hessen bestritt.
Den Frankfurter Profis fehlte in der 27. Pflichtpartie in dieser Saison lange Zeit sichtlich die Energie, um sich aufzubäumen. Der eine oder andere spiele «auf der letzten Rille», befand Trainer Dino Toppmöller schon vor dem Anpfiff. Die wenigen Erfolgserlebnisse und das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal dürften zudem das Selbstbewusstsein alles andere als gestärkt haben.
Nach dem Anpfiff nach der Pause versuchten die Gastgeber immer noch, ihre letzten Kräfte zu mobilisieren, verloren jedoch oft den Ball im Mittelfeld. In der 55. Minute wagte Farés Chaibi einen Versuch auf der linken Seite, scheiterte jedoch mit einem flachen Schuss am Torwart von Gladbach, Moritz Nicolas, der glänzend parierte. Der zurückgekehrte Torjäger Omar Marmoush, der zuvor krank war und eine Gelbsperre hatte, konnte hingegen nur wenige Akzente setzen und hatte keine nennenswerte Chance.
Nachdem Gladbachs Wöber des Platzes verwiesen wurde, setzte Frankfurt alles auf Angriff – und schaffte es dennoch, das Spiel zu drehen. Buta verwertete die Flanke von Niels Nkounkou mit einem klugen Kopfball. Kochs späterer Treffer sorgte für lautstarken Jubel in der Frankfurter Arena.








