Darmstadts Sieglos-Serie ist nicht zu Ende. Doch der späte Ausgleich gegen Frankfurt dürfte Kräfte freisetzen beim Aufsteiger.
Eintracht verschenkt Punkt beim 2:2 im Derby in Darmstadt

Eintracht Frankfurt hat im Hessen-Derby gegen SV Darmstadt 98 den Sieg verloren, obwohl die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller eine 2:0-Führung hatte. Das Spiel endete 2:2 (1:0) und Darmstadt 98 war das Tabellenschlusslicht.
Vor ausverkauftem Stadion am Böllenfalltor erzielten Niels Nkounkou (33. Minute) und Ansgar Knauff (51.) die Tore für die Gäste vor 17.550 Zuschauern. Einen Tag nach Bekanntgabe seiner Verpflichtung traf Julian Justvan für den Aufsteiger (62.), bevor Christoph Klarer in der Nachspielzeit (90.+5) für den überraschenden Ausgleich sorgte.
Obwohl die Lilien von Chefcoach Torsten Lieberknecht seit elf Spielen ohne Sieg sind, haben sie nach 18 Spieltagen nur elf Punkte. Der Mittelfeldspieler Justvan, eine Leihgabe von der TSG Hoffenheim, stand gleich in der Startelf der Darmstädter. Toppmöller vertraute auf dieselbe Anfangsformation wie beim letzten 1:0-Sieg in Leipzig und nahm Kapitän Sebastian Rode wieder in den Kader auf. Der 33-Jährige fehlte monatelang aufgrund einer hartnäckigen Wadenverletzung und kam in der Nachspielzeit zum Einsatz.
Mario Götze versuchte, das Spiel der Gastmannschaft zu initiieren, fand jedoch anfangs kaum Räume und musste sich häufig weit zurückziehen. Nach fünfzehn Minuten gelang es jedoch Nkounkou, nach einer Kombination über Götze und Donny van de Beek erstmals durchzubrechen, schoss jedoch genau auf Torwart Marcel Schuhen. Die Anzahl der Fehlpässe nahm auf beiden Seiten zu.
«Es muss auch mal scheppern», hatte Lieberknecht angesichts der schwachen Offensive seines Teams gefordert. In den vier Heimspielen zuvor hatten die Lilien keinen Treffer erzielt. Das bittere 0:3 vor einer Woche gegen Borussia Dortmund und bis dato 44 Gegentore haben die defensiv anfälligen Darmstädter aber auch vorsichtiger gemacht.
Für Darmstadt wurde es gefährlich in der Defensive, wenn Junior Dina Ebimbe über die rechte Seite Tempo aufnahm. Ein Angriff nach diesem Muster führte dann auch zum ersten Tor für die Eintracht – Nkounkou verwertete seine Hereingabe. In Leipzig hatte der 23-jährige Franzose als Vorlagengeber geglänzt, jetzt bestätigte er seine Topform mit dem 1:0.
Der Abstiegskandidat aus Darmstadt kämpfte wie gewohnt und beteiligte sich an allen Zweikämpfen, jedoch hatte er im gegnerischen Strafraum kaum Erfolg. Justvan konnte daran zunächst wenig ändern, obwohl er einige kluge Pässe spielte. Der zweite Treffer der Frankfurter kurz nach der Pause wurde erneut von Ebimbe vorbereitet: Nach einem missglückten Schussversuch des agilen Neuzugangs Sasa Kalajdzic war Knauff zur Stelle.
Nachdem Justvan den Ball nicht an Nationalkeeper Kevin Trapp vorbeibrachte, vergab Luca Pfeiffer kurz darauf die Chance zum Anschlusstreffer auf Vorlage von Justvan. Mit dem 1:2 machte Justvan, der Ex-Hoffenheimer, den LiIien dann doch noch mal Hoffnung. Im Endspurt jubelte schließlich der Außenseiter, während die Frankfurter lethargisch das Ende herbeisehnten.








