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Enttäuschender Doll nur 23. im letzten Sprint der Karriere

Das war nichts. Benedikt Doll beendet den letzten Sprint seiner Karriere als schlechtester Deutscher. Ein Norweger siegt, sein Bruder holt sich die kleine Kristallkugel im Sprint.

Benedikt Doll kam im letzten Sprint seiner Karriere nicht über Rang 23 hinaus.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Benedikt Dolls letztes Sprintrennen seiner Biathlon-Karriere verlief vor der malerischen Kulisse der Rocky Mountains bei strahlendem Sonnenschein alles andere als geplant.

Der Weltmeister von 2017 musste vier Strafrunden drehen. Bei seinen finalen zehn Kilometern in Canmore, Kanada, landete der 33-Jährige enttäuschend auf dem 23. Platz. Somit war er der schlechteste im deutschen Team. Doll erschien nicht zum Fernsehinterview.

Am Ende hatte der Schwarzwälder, der nach der Saison seine Karriere beendet, einen Rückstand von 2:25,6 Minuten auf den überlegenen Sieger Johannes Thingnes Bö. Die Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag (22.10 Uhr/ZDF und Eurosport) für den letzten Einzel-Weltmeister im deutschen Team ist daher alles andere als vielversprechend.

Norwegens Superstar Johannes Thingnes Bö blieb bei seinem 74. Weltcupsieg vor dem Italiener Tommaso Giacomel (1 Fehler/+ 1:02,7 Minuten) fehlerfrei und war auch läuferisch in seiner eigenen Liga. Sein Bruder Tarjei sicherte sich als Dritter (1 Fehler/+ 1:04,2 Minuten) die kleine Kristallkugel für die Sprint-Disziplinwertung, verlor im Kampf um den Gesamtweltcup aber an Boden und liegt nun zwei Rennen vor Schluss 92 Zähler hinter Johannes. «Kleiner Bruder große Kugel, großer Bruder kleine Kugel. Das ist eine gute Kombination», sagte Tarjei Bö im ZDF.

Kühn mit Platz sieben «sehr zufrieden»

Bester Deutscher war Johannes Kühn auf Rang sieben (1/+ 1:20,4 Minuten). «Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Ich wusste, dass die Strecken hart für mich sind. Der Fehler stehend ist etwas ärgerlich», sagte Kühn. Danilo Riethmüller sorgte für ein Achtungszeichen und wurde nach einer Strafrunde Neunter (+ 1:22,4). Philipp Nawrath beendete das Rennen nach drei Fehlern auf Rang zwölf (+ 1:49,1 Minuten). Justus Strelow landete nach einer Extrarunde auf Position 16 (+ 1:53,1), Roman Rees wurde mit einem Fehler 18. (+ 2:01,5). Philipp Horn (3/+ 2:07,8) belegte Rang 20.

Doll, der in dieser Saison bereits zwei Sprints gewonnen hatte, war bereits aus dem Rennen ausgeschieden, bevor es richtig begonnen hatte. „Die ersten beiden Scheiben verfehlte der WM-Dritte im Einzel von Nove Mesto – zu spät bemerkte Doll, dass sich die Windbedingungen im Vergleich zum Anschießen verändert hatten. Nachdem er korrigiert hatte, traf er, aber im Kampf um die Spitzenplätze war Doll zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden – zumal er dann auch stehend noch zwei Fehler schoss.“

Er gab in der anstrengenden Höhe von 1400 Metern bis zum Ende alles und sicherte sich die siebtbeste Laufzeit. In der Verfolgung und im abschließenden Massenstart am Sonntag wird Doll versuchen, das schlechte Sprintergebnis zu korrigieren. Dies gelang ihm bereits in Oslo, wo er im Einzel als 74. das schlechteste Ergebnis seiner Karriere erzielte und dann im Massenstart Zweiter wurde.

Janina Hettich-Walz geht am Samstag (18.10 Uhr/ZDF und Eurosport) als Siebte mit einem Rückstand von 31 Sekunden auf die Sprintsiegerin Lisa Vittozzi als aussichtsreichste Deutsche ins Jagdrennen.

dpa