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Erneuter Rückzug im FIFA-Management: Cordeiro tritt aus Protest zurück

Der Rücktritt von Carlos Cordeiro, dem Chef-Berater von Gianni Infantino, markiert einen weiteren Rückschlag für den FIFA-Präsidenten. Cordeiro kritisiert die Pläne, Anteile an der Weltmeisterschaft zu verkaufen, als schädlich für den Fußball und die Mitgliedsverbände.

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Chef-Berater von Gianni Infantino wirft hin
Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Im Zusammenhang mit den umstrittenen Verkaufsplänen der FIFA hat Carlos Cordeiro, der leitende Berater von Präsident Gianni Infantino, seinen Rücktritt erklärt. Der Schritt erfolgte inmitten von wachsender Kritik an den Überlegungen, Anteile an der Weltmeisterschaft zu veräußern.

Rücktritt aus Überzeugung

Wie verschiedene Medien berichten, kritisierte Cordeiro die Pläne entschieden und betonte, dass er als ehemaliger Banker und leidenschaftlicher Fußballfan nicht untätig zusehen könne, wenn solche Vorschläge zur Diskussion stehen. Er erklärte:

„Ich war an diesem Vorschlag in keiner Weise beteiligt und lehne ihn entschieden ab. Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports.“

Wachsende Widerstände gegen Infantinos Pläne

Die Rücktrittsankündigung markiert einen weiteren Rückschlag für Infantino, der bereits mit einer wachsenden Opposition konfrontiert ist. Am Donnerstag haben alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände für einen Boykott der WM gestimmt. Zudem lehnt der Kontinentalverband Concacaf, zuständig für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik, die Verkaufspläne geschlossen ab. Auch der asiatische Fußballverband hat sich gegen die Vorschläge des FIFA-Präsidenten positioniert.

Infantinos ambitionierte Pläne

In seiner Ankündigung hatte die FIFA am Dienstag erklärt, dass über eine neue Tochtergesellschaft, die FFE, mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren eingeworben werden sollen. Künftige WM-Turniere sollen unter dem Dach dieser Gesellschaft organisiert werden, wobei die FIFA als Mehrheitsbesitzer fungieren würde. Infantino deutete an, dass für die Annahme der Vorschläge eine einfache Mehrheit der 211 Mitgliedsverbände nötig sei, was in Anbetracht der jüngsten Ablehnung durch mehrere Kontinentalverbände fraglich ist.

FIFA reagiert auf die Kritik

Am Freitagmorgen veröffentlichte die FIFA eine Erklärung, in der sie auf die weltweite Kritik reagierte und bekräftigte, dass man an dem geplanten Konsultationsprozess festhalten werde. In der Mitteilung heißt es:

„Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess.“

Die FIFA fügte hinzu, dass der Konsultationsprozess durch falsche Medienberichte gestört worden sei und man sicherstellen wolle, dass alle Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, ihre Stimmen basierend auf Fakten abzugeben.

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Quellen: Bild

Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

TS