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Europa für Hoffenheim ganz nah: Kantersieg gegen Darmstadt

Europapokal-Anwärter Hoffenheim deklassiert Absteiger Darmstadt am 33. Spieltag – und stellt einen Vereinsrekord in seiner Bundesliga-Geschichte ein. Ein EM-Kandidat trifft doppelt.

Hoffenheim gewann im Auswärtsspiel bei Absteiger Darmstadt deutlich.
Foto: Uwe Anspach/dpa

Die TSG 1899 Hoffenheim hat die Tür nach Europa mit einem überzeugenden Sieg gegen den SV Darmstadt 98 weit geöffnet. Die Kraichgauer gewannen gegen den bereits abgestiegenen Gegner völlig problemlos mit 6:0 (5:0) und stellten damit ihren Clubrekord für den höchsten Bundesligasieg ein. Ein solches Ergebnis hatten die Hoffenheimer bisher nur im März 2018 gegen den 1. FC Köln erzielt.

Die Tore für Hoffenheim vor 17.810 Zuschauern wurden von Ihlas Bebou (2. Minute/51.), Maximilian Beier (6./44.), Pavel Kaderabek (22.) und Ozan Kabak (26.) erzielt. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo belegt vor dem letzten Spieltag den siebten Platz, der mindestens die Playoffs der Conference League und bestenfalls die Qualifikation für die Europa League bedeutet. Mit einem Sieg gegen den FC Bayern zum Saisonabschluss wäre den Hoffenheimern die Teilnahme am Europapokal nicht mehr zu nehmen. Selbst Platz sechs und damit eine eventuelle Champions-League-Qualifikation ist weiter möglich.

«Es ist das letzte Heimspiel in der Bundesliga. Und wir haben das große Bestreben, dieses Spiel zu gewinnen. Das wäre ein schöner Moment und ist unsere Möglichkeit, ein großes Dankeschön an unsere Fans zu senden», hatte Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht vor der Partie gegen Hoffenheim gesagt. Auf dem Platz war von diesem Bestreben aber nichts zu sehen. Für die Lilien war es ein blamabler Bundesliga-Abschied vom eigenen Publikum.

Darmstadt: «Ohne Worte»

Die Gastgeber wurden von Hoffenheim nach Belieben dominiert. Bebou sorgte für den schnellen Start von Hoffenheim, danach erhöhte Beier. Sein Tor wurde zunächst wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt, nach Überprüfung durch den Videobeweis jedoch doch gegeben.

Die Darmstädter Fans warteten vergeblich auf eine Reaktion ihrer Mannschaft. Die Lilien akzeptierten ihr Schicksal, während die Hoffenheimer weiterhin Spielfreude zeigten. Kaderabek aus spitzem Winkel, Kabak per Kopf nach einer Ecke und erneut Beier trafen zum 5:0-Pausenstand für die TSG. Der 21-jährige Offensivspieler machte mit seinem Doppelpack und einem beeindruckenden Auftritt Eigenwerbung bei Bundestrainer Julian Nagelsmann, der seinen Kader für die Europameisterschaft am Donnerstag bekannt geben wird.

«Ohne Worte», schrieb der SV Darmstadt 98 auf X, nachdem der Pausenpfiff ertönt war. Die Zuschauer machten ihrem Ärger mit Buhrufen Luft. Doch der zweite Durchgang begann wie der erste – mit einem Treffer von Hoffenheims Stürmer Bebou. Auch danach blieb die Partie eine einseitige Angelegenheit. Die Darmstädter hatten Glück, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel.

dpa