Der ehemalige Biathlet beeindruckt bei der Tour de Romandie und erklimmt Platz drei in der Gesamtwertung, nur neun Sekunden hinter dem Spitzenreiter.
Florian Lipowitz verpasst knapp ersten großen Sieg als Radprofi

Der ehemalige Biathlet Florian Lipowitz hat bei der Tour de Romandie erneut eine beeindruckende Leistung gezeigt und seinen ersten großen Sieg als Radprofi nur knapp verpasst. Auf der vierten Etappe musste sich der 23-Jährige bei der Bergankunft in Leysin nur Olympiasieger Richard Carapaz aus Ecuador geschlagen geben.
In der Gesamtwertung kletterte Lipowitz auf Platz drei und hat neun Sekunden Rückstand auf den Tagesdritten und Spitzenreiter Carlos Rodriguez aus Spanien. «Ich wusste, dass ich mit den Besten mithalten kann. Ich hatte vom Start weg gute Beine. Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht, aber ich bin sehr glücklich mit der Leistung», sagte Lipowitz.
Im Schlussanstieg, der fast 14 Kilometer lang war, hatte sich der Profi vom deutschen Team Bora-hansgrohe zusammen mit Carapaz und Rodriguez abgesetzt. Carapaz griff aus der Gruppe an, Lipowitz zog auf den letzten 300 Metern nach, konnte Carapaz jedoch nicht mehr einholen.
Lipowitz als Schüler noch im Biathlon-Nationalkader
Quereinsteiger Lipowitz, der als Schüler noch Mitglied des DSV-Nationalkaders im Biathlon war, hat erst im vergangenen Jahr einen Profivertrag beim deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall unterschrieben. Nach überzeugenden Vorstellungen wie dem Gewinn der Tschechien-Rundfahrt im vergangenen Jahr wurde sein Kontrakt diese Woche bereits verlängert. Ab dem 4. Mai wird Lipowitz beim Giro d’Italia seine erste große Rundfahrt bestreiten.
Lipowitz ist nicht der einzige Quereinsteiger beim deutschen World-Tour-Team. Kapitän Primoz Roglic war einst als Skispringer aktiv. Anton Palzer hat große Erfolge im Skibergsteigen gesammelt. Die Tour de Romandie endet am Sonntag in Vernier.








