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George Russell fordert Klarheit in Affäre um Fia-Präsidenten

Das Rennfahren sollte immer im Vordergrund stehen. Wir wollen Transparenz und ein faires Spielfeld.

George Russell ist der Vorsitzende der Fahrergewerkschaft der Formel 1.
Foto: Darko Bandic/AP/dpa

Mercedes-Pilot George Russell, der auch Vorsitzender der Fahrergewerkschaft der Formel 1 ist, hat in der Affäre um Vorwürfe gegen den Fia-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem Klarheit gefordert.

Der 26 Jahre alte Brite brachte zudem sein Bedauern zum Ausdruck, dass zu Beginn der aktuellen Saison vor allem Themen außerhalb der Strecke die Schlagzeilen dominierten. Russell betonte im Fahrerlager von Dschidda vor dem Großen Preis von Saudi-Arabien: «Das Rennfahren sollte immer im Vordergrund stehen. Dafür sind wir hier, das lieben wir.» Es sei aber schade, dass gerade nicht so sei.      

Seit Anfang Februar wurde die Formel 1 von der Affäre um Red Bulls Teamchef Christian Horner überschattet, die zuletzt zu einem Machtkampf innerhalb des Weltmeister-Teams führte. Vor dem zweiten Saisonrennen wurden auch Anschuldigungen gegen Ben Sulayem erhoben. Die Ethikkommission des Internationalen Automobilverbandes ermittelt gegen den 62-jährigen Chef unter anderem wegen der angeblichen Beeinflussung eines Formel-1-Rennens.

Griff Ben Sulayem in Rennen ein?

Er soll im vergangenen Jahr mit dafür gesorgt haben, dass eine Strafe gegen den spanischen Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso in Dschidda wieder zurückgenommen wurde. Alonso rückte dadurch doch wieder auf Platz drei vor und Russell auf Platz vier zurück. «Wir waren überrascht, als vor einem Jahr das Ergebnis noch mal verändert wurde», sagte Russell nun am Ort des damaligen Geschehens.

Des Weiteren wird dem Fia-Präsidenten Medienberichten zufolge vorgeworfen, weitere Verstöße im Amt begangen zu haben. Es wird behauptet, dass er in der vorherigen Saison gefordert habe, die Freigabe des Weltverbandes für die neue Rennstrecke in Las Vegas zu verweigern. Es wird auch berichtet, dass das Finanzgebaren des Funktionärs und ehemaligen Rallyepiloten aus Dubai von der Ethikkommission überprüft werden soll.

Mit einem Ergebnis der Untersuchung soll in vier bis sechs Wochen zu rechnen sein. «Wir wollen die Fakten sehen, wir wollen Transparenz. Wir wollen ein faires und ausgeglichenes Spielfeld, um zu zeigen, was wir können», forderte Russell.

dpa