Eintracht Frankfurt hat für ein Novum in Leipzig gesorgt. Erst gelang die erste Führung in der Red Bull-Arena, letztlich der erste Bundesliga-Sieg.
Fehlstart für Leipzig: Erste Niederlage gegen Frankfurt

RB Leipzig hat in der Restrunde der Fußball-Bundesliga einen schlechten Start hingelegt und einen schweren Rückschlag im Kampf um die Champions League erlitten.
Im ersten Aufeinandertreffen seit dem Pokalsieg verlor die sächsische Mannschaft mit 0:1 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt. Ansgar Knauff (7. Minute) sorgte vor 45.867 Zuschauern in der Red Bull-Arena für den ersten Sieg der Hessen in Leipzig.
Nachdem der verstorbene Franz Beckenbauer geehrt wurde, hatte die Eintracht einen fantastischen Start. Die erste Chance im Spiel wurde von Knauf nach sieben Minuten zur Führung verwandelt. Niels Nkounkou flankte von halblinks flach herein, Mohamed Simakan konnte den Ball nicht erreichen, und Knauf knallte den Ball aus vollem Lauf aus fünf Metern in die Maschen. Es war das erste Mal, dass die Eintracht bei ihren bisherigen Auftritten in Leipzig in Führung ging. Genau zehn Minuten später vergab Benjamin Sesko, der den Vorzug vor Yussuf Poulsen bekam, nach einem Pass von Lois Openda den Ausgleich aus acht Metern.
Eintracht gefährlich im Umschaltspiel
Die Frankfurter, die Omar Marmoush, Fares Chaibi und Ellyes Skhiri zum Afrika-Cup abstellen mussten, zeigten eine kluge defensive Leistung und überzeugten mit guter Zweikampfführung. Dadurch hatten die anlaufenden Leipziger Schwierigkeiten, trotz hohem Ballbesitz zu klaren Chancen zu kommen. Außerdem blieb die Eintracht, bei der Sasa Kalajdzic und Donny van de Beek ihr Startelf-Debüt gaben, jederzeit gefährlich im Umschaltspiel. Dino Toppmöller, ehemaliger Assistent des damaligen RB-Trainers Julian Nagelsmann, hatte sein Team optimal auf die Sachsen vorbereitet.
Nach 30 Minuten erhöhte sich der Druck der Leipziger. Allerdings vereitelte Eintracht-Keeper Kevin Trapp einen Schuss von Openda mit einer beeindruckenden Parade (35.). Drei Minuten später verteidigte Trapp erneut die Führung gegen den Belgier, der stark reagierte. Der Ausgleich für RB war bereits überfällig, aber es mangelte an Präzision beim letzten Pass oder an der erforderlichen Konzentration beim Abschluss.
Leipzig betreibt Chancenwucher
Direkt nach dem Wechsel hatte Openda (47.) nach einer Ablage von Simons erneut die Möglichkeit zum Ausgleich, aber er schoss den Ball aus zehn Metern weit über das Tor. Auf der anderen Seite grätschte Mario Götze (57.) in eine scharfe Hereingabe von Nkounkou, doch auch sein Schuss ging über das Tor. Dann versuchte es Openda per Kopf (65.), aber er fand erneut seinen Meister in Trapp. In der 67. Minute schickte Rose mit einem Doppelwechsel Yussuf Poulsen und Dani Olmo auf das Feld. Der Spanier feierte nach zweieinhalb Monaten Verletzungspause (Schultereckgelenk) sein Comeback.
Leipzig drängte in der Endphase, aber verschwendete Chancen: Benjamin Henrichs (70.) scheiterte an Trapp, Mohamed Simakans Kopfball (74.) streifte nur die Latte. Die Eintracht verteidigte mit einer stabilen Fünferkette, konnte sich jedoch vor allem bei Trapp für die anhaltende Führung bedanken.
Als dann Openda (87.) den Ball geschickt an Trapp vorbeispielte, fehlten nur wenige Zentimeter für das Tor. Rose versuchte alles: In der 88. Minute brachte er den Nordmazedonier Eljif Elmas, der kurzfristig aus Neapel geholt wurde, nachdem Emil Forsberg (New York) gegangen war. Durch die Niederlage verpasste RB auch die Möglichkeit, den Vereinsrekord von 13 aufeinanderfolgenden ungeschlagenen Heimspielen aus der Saison 2019/2020 einzustellen.








