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Flick-Rede vor WM-Abflug: «Große Worte» erst in Katar

Die Fußball-Nationalmannschaft bricht zur WM auf. Von Frankfurt aus geht es mit einem Linienflieger zunächst in den Oman. Vorher macht Hansi Flick in einer Ansprache auf seine Weise die Ziele klar.

Verabschiedete sich mit dem DFB-Team Richtung WM: Bundestrainer Hansi Flick.
Foto: Arne Richter/dpa

Hansi Flick hält eine Rede. Gleich nach dem Frühstück begrüßt der Bundestrainer seine WM-Spieler am Montagmorgen mit einer Ansprache im Teamhotel am Frankfurter Flughafen.

«Es wird keine großen Worte geben», sagte Flick der Deutschen Presse-Agentur. «Das kommt dann in Katar», kündigte der 57-Jährige an. Im Endspiel am 18. Dezember in Doha soll zum fünften Mal der WM-Titel geholt werden. Die Richtung für den Turnier-Countdown wird Flick vor dem Abflug ins Kurz-Trainingslager in den Oman natürlich schon genau vorgeben. Die lange Leine wird jetzt angezogen. 

Noch am Sonntag hatte Flick Freizeit gewährt. Die Bayern-Profis Thomas Müller, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Leroy Sané vergnügten sich vor dem abendlichen Flug zum Treffpunkt am Frankfurter Airport beim NFL-Spiel der Tampa Bay Buccaneers gegen die Seattle Seahawks in der Münchner Allianz Arena. Bei ihrer abendlichen Ankunft in Frankfurt schrieben die Nationalspieler wie zuvor schon Flick Autogramme für die wartenden Fans. 

Gnabry kam mit einem quietschgelben Sweatshirt, Neuer dagegen in einem schicken sandfarbenen Anzug. Die modische Bandbreite der Nationalspieler rundete England-Profi Armel Bella-Kotchap ab, er kam im weißen Jogginganzug. Kevin Trapp trug einen Kamelhaarmantel.

Um 13.30 hebt nach einem Sponsorentermin der Lufthansa-Airbus LH 632 in Richtung Maskat ab. Per Linienflug waren die DFB-Stars zuletzt nicht zu Turnieren aufgebrochen. Ökologische Gesichtspunkte hätten dafür den Ausschlag gegeben, um Leerflüge zu verhindern, hieß es vom DFB. 

DFB-Flieger mit «Diversity-Slogan

Den «Fanhansa»-Flieger ziert mit dem Slogan «Diversity Wins» («Diversität siegt») zudem eine gesellschaftspolitische Aussage. Figuren mit unterschiedlichen Hautfarben sind auf dem Rumpf der Maschine Arm in Arm zu sehen. Damit werde eine «Botschaft in die Welt» getragen, hieß es auf der Verbandshomepage. WM-Gastgeber Katar steht wegen Menschenrechtsverletzungen massiv in der Kritik.

Nach einem knapp sieben Stunden langen Flug wird die DFB-Auswahl am Montagabend kurz vor Mitternacht Ortszeit im Oman landen. Manuel Neuer und seine Kollegen erwartet in der Hauptstadt Maskat ein herrliches Teamhotel mit einem Privatstrand. Angenehm sommerliche Temperaturen werden die Eingewöhnung am Arabischen Golf erleichtern. 

Am Mittwoch (18.00 Uhr/MEZ/RTL) steht gegen den Oman der letzte WM-Test an. Am Donnerstag geht es dann gleich weiter nach Katar. In der Gruppe E spielt Deutschland am 23. November zunächst gegen Japan. Jeweils vier Tage später folgen die Partien gegen Spanien und Costa Rica.

Am Donnerstag hatte Flick seinen 26 Spieler umfassenden Kader benannt. Dieser muss am Montag final dem Weltverband FIFA gemeldet werden. Personelle Änderungen im Aufgebot sind dann nur noch bei Verletzungen und mit FIFA-Attest bis 24 Stunden vor dem ersten Spiel gegen Japan möglich.

dpa